Schwul-lesbische TV-Tipps

TV-Sendungen mit schwul-lesbischer Thematik
Die LGBTVtipps informieren dich laufend aktualisiert über neue Filme, Serien und Dokumentationen mit schwulen, lesbischen, trans* oder queeren Personen und Themen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz linear ausgestrahlt werden. Bei TV-Sendungen ohne eine queere Hauptthematik veröffentlichen wir auf dieser Seite das Datum, bis wann sie in den Mediatheken verfügbar sind. Aktuelle LGBT-Produktionen in den Mediatheken von ARD, ZDF, 3sat, ARTE, ORF und SRF findest Du ab sofort hier. Ergibt sich aus der Synopsis nicht, warum die Sendung hier gelistet ist, findest Du im Titel Signets, welche queeren Themen vorkommen.
LGBTVscanner: 05.10.2026 – 11.10.2026
In dieser Woche sind 10,0 % aller Langfilmformate LGBT-inklusiv. HR Fernsehen und ARTE haben die meisten Queerfilme im Programm. In der Primetime der 23 größten TV-Sendern Deutschlands laufen nur drei Produktionen mit einer relevanten LGBT-Figur. Das sind ärgerliche 7,3 % aller Filme, die um 20:15 Uhr gezeigt werden. Ein dezenter Hinweis auf die These, dass deutsche Fernsehsender den reichweitenstärksten Slot queerphob programmieren. Keine einzige Ausstrahlung hat eine queere Hauptthematik. Unsere Medien-Studie berücksichtigt das Programm von KiKA nicht. Hier läuft in dieser Woche YOUNG HEARTS zum ersten Mal im deutschen Fernsehen.
LGBTVscan 2025: LGBT-Sichtbarkeit hoch wie nie
2025 lag der Anteil von Filmen und Serien mit einer LGBT-Thematik im deutschen Fernsehen bei 6,5 % – ein Rekord. Nachdem der Anteil 2024 erstmalig fiel bzw. stagnierte, wurde der Aufwärtstrend mit einem Plus von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr wieder fortgesetzt. Im Privatfernsehen fiel der Anstieg erneut deutlich höher aus als im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Weitere Ergebnisse unserer Medienstudie findest du hier.
DIE BESTEN GAYFILME 2025 | DIE BESTEN L-FILME 2025 | LGBT-STREAMS BEI PRIME, NETFLIX, ARD & CO
Queer Cinema
Dienstag (13.10.2026) | 0:45 Uhr | ORF1 (Österreich)
Nevrland
Drama (Österreich 2019)
Der 17-jährige Jakob wohnt mit seinem Vater und Großvater in einer kleinen Wohnung in Wien. Um sich etwas Geld für das anstehende Studium zu verdienen, jobbt er als Aushilfe in dem Schlachthof, in dem auch sein Vater arbeitet. Doch eine zunehmende Angststörung macht ihm das Leben immer schwerer. Eines Nachts lernt er in einem Cam-Chat den 26-jährigen Künstler Kristjan kennen.
Aus dem Gespräch entwickelt sich eine virtuelle Freundschaft, und auch in der realen Welt kreuzen sich die Wege der beiden auf unheimliche Weise – ohne dass es zu einer richtigen Begegnung kommt. Nach einem schweren Schicksalsschlag nimmt Jakob allen Mut zusammen und verabredet sich mit dem mysteriösen Fremden. Als die beiden sich in Kristjans Wohnung treffen, hat Jakobs Reise nach Nevrland und zu den Wunden seiner Seele längst begonnen.
Bei der Leserwahl zum besten schwul-lesbischen Film 2019 landete NEVRLAND auf Platz 15. Die beliebtesten queeren Filme des Jahres findest Du hier.
QUEERfaktor: 6/10
Das zentrale Thema von NEVRLAND ist die Angststörung seines Protagonisten. Leider hat Gregor Schmidinger wenig mehr darüber zu erzählen als ein paar stereotype Allgemeinplätze, bei denen u. a. eine Psychodrama-Therapie zum Running Gag verkommt und zu guter Letzt ein Drogentrip in der Bedeutungslosigkeit endet. Gute Kamera. Guter Schnitt. FSK 16? I doubt it —
[Die besten Gay-Filme in den Mediatheken (Deutschland, Österreich, Schweiz)]
© Salzgeber
Sonntag (11.10.2026) | 23:50 Uhr | Das Erste
Green Book – Eine besondere Freundschaft
Drama (USA 2018)
Der heimlich schwule Pianist Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) geht 1962 auf eine Konzert-Tournee von New York bis in die Südstaaten. Sein Fahrer ist der Italo-Amerikaner Tony Lip (Viggo Mortensen). Gemeinsam durchschreiten sie eine Zeit, die von Gewalt und Rassentrennung, aber gleichzeitig viel Humor und wahrer Menschlichkeit geprägt ist. So müssen sie ihre Reise nach dem Negro Motorist Green Book planen, einem Reiseführer für afroamerikanische Autofahrer, der die wenigen Unterkünfte und Restaurants auflistet, die auch schwarze Gäste bedienen. Die Queerness des Protagonisten spielt im Film fast keine Rolle. QUEERfaktor.de: 0.5/10
[Queere Filme, Serien und Bücher, die in den 1960ern spielen]
© Universal
Queer Cinema
Sonntag (11.10.2026) | 22:30 Uhr | 3+ Emotion (Schweiz)
Bros
Romantische Komödie (Niederlande/ Belgien 2024)
Bobby (Billy Eichner) weiß genau, was er vom Leben erwartet. Als schwuler Single geht er vollkommen in seiner Rolle im LGBTQ+-Museum auf, das kurz vor der Eröffnung steht. Ohne Zeit für andere soziale Verpflichtungen bleibt er lieber Single – bis er auf einer Schwulenparty Aaron (Luke Macfarlane) trifft.
Nicht nur sein durchtrainierter Körper hat es ihm auf Anhieb angetan, je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr bemerkt Bobby, wie schnell ihm Aaron den Kopf verdreht. Doch der stressige Alltag könnte bereits Dauerhaftes im Keim ersticken. Könnte aus der ersten Anziehung nicht nur eine Bettgeschichte, sondern auch die Liebe und gar eine Beziehung fürs Leben werden?
Die QUEERmdb-Leser:innen wählten BROS auf Platz 7 der besten Gayfilme 2022. Den DRAMAqueen USERaward gewann in diesem Jahr der in der Sowjetunion spielende Liebesthriller FIREBIRD. Das Jahresranking der beliebtesten und unbeliebtesten LGBT-Filme und -Serien findet ihr hier.
QUEERfaktor: 6/10
BROS steckt in den Normen fest, die hier kritisiert werden und ist eine traurige LGBTQ+-Persiflage über einen „hässlichen“ Narzissten und eine heterolike Bro-Hohlbirne. Es ist nicht mal lustig, selbstironisch oder unterhaltsam wie UNCOUPLED, sondern traurig, öde und künstlich wie die Blase, in der alles spielt. „Liebe ist nicht Liebe“, behauptet Bobby großspurig – und das ist so ziemlich der beste Satz des Films. Anschließend zelebriert er das genaue Gegenteil.
[Die besten schwul-lesbischen RomComs]
© Universal/ Zorro Medien

Sonntag (11.10.2026) | 21:45 Uhr | Tagesschau24
CSD Under Attack – Queere Menschen wehren sich
TV-Dokumentation (Deutschland 2026)
Queerfeindliche Angriffe im Alltag nehmen zu. Auf der Straße, gegen queere Treffpunkte und Christopher Street Days. Die Bedrohung kommt von allen Seiten: Rechtsextremismus und Islamismus – und manchmal auch aus der Mitte der Gesellschaft.
Während der Dreharbeiten zu dieser Reportage erschüttert der tödliche Anschlag auf den Berliner CSD die queere Community. Und plötzlich bekommt die Frage nach Sichtbarkeit und Sicherheit noch eine aktuellere, brutalere Dimension.
Der Film begleitet das Berliner CSD-Team in den Tagen nach dem Anschlag: Wie weitermachen nach einem Angriff auf genau den Ort, der für Freiheit, Liebe und Sichtbarkeit stehen soll? In Berlin-Neukölln erzählt die trans Person Roe von einem Alltag, in dem tägliche Anfeindungen und die ständige Angst vor Übergriffen dazugehören – und von der Frage, ob sie den Kiez, den sie liebt, vielleicht verlassen muss. Und in Cottbus bereiten Uwe und das Regenbogenkombinat trotz rechtsextremer Bedrohungen und Brandanschlägen den nächsten CSD vor.
Drei Geschichten über Menschen, die unterschiedlich mit der Gefahr umgehen – zwischen Angst und Trotz, Rückzug und Zusammenhalt. Und die sich nicht nehmen lassen wollen, sichtbar zu sein.
[Queere Dokumentationen in den Mediatheken]
© RBB

Primetime
Sonntag (11.10.2026) | 20:15 Uhr | Tagesschau24
Queer in der Provinz
TV-Dokumentation (Deutschland 2025)
„Natürlich könnte ich in die Großstadt abhauen, wie viele andere es tun, aber ich will etwas bewegen.“ Eric (23) ist schwul und kämpft in seiner sachsen-anhaltischen Kleinstadt immer wieder gegen Widerstände. Besonders, als er den ersten CSD der Region organisiert. „Der Landkreis ist eine rechte Hochburg. Viele Leute in meinem Umfeld machen sich darüber Gedanken und haben Angst.“ Gegen alle Widerstände und Vorurteile organisiert Eric den CSD. Ein Großaufgebot der Polizei ist vor Ort. Wird die Community friedlich und gewaltfrei hier in der Kleinstadt feiern können?
„Ich hatte tatsächlich im Bekanntenkreis viele Menschen, die der Ansicht sind, dass gleichgeschlechtliche Liebe eine Krankheit ist.“ Tina (31) aus einem kleinen Dorf im Schwarzwald hatte lange große Schwierigkeiten sich selbst zu akzeptieren, wie sie ist. Als der Kinderwunsch zustande kam, zog sie mit ihrer Ehefrau Sarah wieder ins Heimatdorf, doch das Leben von vier Generationen im Elternhaus stellt das Paar immer wieder vor Herausforderungen.
„Bedenken hatten wir von Anfang an, weil du gehst eben in ein fremdes Dorf und verlässt die Anonymität der Großstadt.“ Auch Christian (40) zieht es aufs Land. Er will Berlin den Rücken kehren und mit seinem Verlobten Jens in ein kleines Dorf in Mecklenburg ziehen. Doch im Haus, das Christian geerbt hat, muss nun die letzte Kneipe im Ort schließen, weil das schwule Paar dort einziehen wird. Wie werden die Dorfbewohner sie aufnehmen?
Als Joe (25) sich vor knapp zwei Jahren als nonbinär outete, schminkte und Röcke trug, wurde vor allem Joes Mutter in dem kleinen ostfriesischen Dorf darauf angesprochen. Joes großer Wunsch ist es, den Namen im Ausweis zu ändern, doch das Standesamt stellt sich quer: „Es war eines der schlimmsten Telefonate meines Lebens, das Selbstbestimmungsgesetz fühlt sich für mich wie ein Fremdbestimmungsgesetz an.“ Aber Joe wehrt sich.
In Großstädten hat sich die queere Community längst einen festen Platz erkämpft, doch auf dem Land leben queere Menschen weniger öffentlich. Und wenn, dann prallen häufig Welten aufeinander. Die Dokumentation lässt teilhaben an stillen Kämpfen, aber auch Momenten des Zusammenhalts.
Der Film wirft einen Blick auf die Herausforderungen, aber auch Hoffnungen und Erfolge queerer Menschen in ländlichen Regionen. Er zeigt, wie sich gesellschaftlicher Wandel und mehr Akzeptanz in kleineren Orten entwickeln können. Die Provinz ist mehr als nur der Gegensatz zur Großstadt – sie kann ein Ort der Veränderung sein, in dem queere Menschen ihre eigenen Wege finden, ihren Platz zu behaupten.
© MDR/ Das Erste

Sonntag (11.10.2026) | 11:40 Uhr | SWR Fernsehen
Insel des Lichts
Drama (Deutschland 2008)
Nora, eine Lebensberaterin und leidenschaftliche Verfechterin von Ehe und Familienwerten, gerät ins Zwielicht, als ihre erwachsene Tochter Jenny in einer Livesendung erklärt, ihre Mutter habe sie und ihren Vater vor zehn Jahren wegen eines anderen Mannes verlassen. Die Nachricht schlägt wie eine Bombe ein. Nora flüchtet nach Rügen zu ihrer Tante und ihrem an AIDS erkrankten Neffen Erich (Martin Glade, r.).
[Schwul-lesbische Filme und Serien, die Aids thematisieren]
© ARD Degeto Film

Samstag (10.10.2026) | 21:55 Uhr | ZDFneo
Sterben will gelernt sein
Komödie (USA 2010) ♂♂
Nach dem Tod des Patriarchen einer chaotischen Familie, gerät dessen Begräbnis zum Familienzirkus. Der Alte war gut betucht und die Trauergäste verfolgen ihre ganz eigenen Absichten. Leichenverwechslung, eine homophobe Erpressung, unsittliche Entblößung, gut gehütete Geheimnisse und eine Leiche, die nicht im Sarg bleiben will, machen das Chaos perfekt. Und als alte Familienskelette aus dem Schrank taumeln, bricht die Hölle los.
Bad-Taste trifft Screwball-Komödie während einer pannenreichen, wie makaberen Trauerfeier, bei der Chris Rock als mustergültiger Sohn die Hauptrolle spielt. QUEERfaktor.de: 2/10
STERBEN WILL GERLENT SEIN ist ein Remake der britischen Komödie STERBEN FÜR ANFÄNGER und ist vom 11. bis 17. Oktober 2026 in der ZDF-Mediathek kurz verfügbar.
[Die besten queeren Filme in den Mediatheken]
© Sony Pictures/ ZDF
Samstag (10.10.2026) | 21:45 Uhr | WDR Fernsehen
Dampfnudelblues
Krimi (Deutschland 2013)
Nachdem Franz Eberhofer seinen Dienst bei der Münchner Kripo quittieren musste und in sein niederbayerisches Heimatdorf Niederkaltenkirchen bei Landshut strafversetzt wurde, schiebt er eine ruhige Kugel. Seine Streifengänge führen ihn oft zum Stammtisch beim „Wolfi“ auf ein Bier – zusammen mit seinen Kumpels, dem Metzger Simmerl und dem Heizungspfuscher Flötzinger. Oder an den Esstisch seiner schwerhörigen Großmutter, die für Franz das beste Essen in Niederbayern kocht und den Mehrgenerationen-Männerhaushalt, bestehend aus Franz und seinem Beatles-fanatischen Vater, fest im Griff hat, seit Franz’ Mutter vor Jahren abgehauen ist.
Leider ist auch sein Bruder Leopold mit seiner thailändischen Frau und Baby Uschi für Franz’ Geschmack viel zu häufig zu Gast, aber ansonsten ist er mit seiner Welt weitgehend im Einklang, es sei denn, seine Dauerfreundin Susi wird unbequem und erwartet endlich einen Antrag auf mehr von ihm oder sucht sich gleich einen Neuen. Doch normalerweise stört außer den Beatles und der Sippschaft seines ungeliebten Bruders nichts Franz’ Ruhe. Das Leben im heimeligen Niederkaltenkirchen ist beschaulich – bis sich die Ereignisse überschlagen: An der Hauswand des Schuldirektors Höpfl (Robert Palfrader) steht plötzlich „Stirb Du Sau!“ und kurz darauf liegt der Rektor tot auf den Bahngleisen! Selbstmord? Mord? Dass der Rektor einer der unbeliebtesten Menschen in Niederkaltenkirchen und im ganzen Umkreis war, ist schnell ermittelt.
Nicht nur Höpfls Schwester mied den Kontakt zu ihm, auch die gesamte Schülerschaft war ihm feindlich gesinnt. Das macht es natürlich nicht leichter, denn dadurch ist die Liste der Verdächtigen erst einmal ziemlich lang. Während die Kripo und Franz’ Dienststellenleiter Moratschek aufgrund zahlreicher Indizien recht bald von Selbstmord Höpfls ausgehen, glaubt Franz, der plötzlich merkt, dass mehr Ermittlerleidenschaft in ihm schlummert, als in seinem Job in Niederkaltenkirchen üblicherweise gefordert ist, an Mord.
Und genauso denkt auch Franz’ früherer Kripokollege aus München, mit dem er einst ein Ermittlerteam bildete: Rudi Birkenberger, der sein Dasein mittlerweile aber als Kaufhausdetektiv fristet, nachdem er damals gemeinsam mit Franz vom Dienst bei der Kripo suspendiert worden war, weil er im Affekt auf einen Kinderschänder geschossen hatte.
Anders als bei Franz ist Rudis Suspendierung jedoch dauerhaft. Rudi ist mehr als froh, als Franz sich bei ihm meldet und ihn in seine nicht ganz amtlichen Ermittlungen einbezieht. Dass Franz dabei seine eigentlichen Aufgaben vernachlässigt, nämlich sich um Veranstaltungsschutz und Verkehrssünder zu kümmern oder nervige Nachbarschaftsstreitereien zu schlichten, bleibt seinem Chef Moratschek nicht lange verborgen. Doch dann taucht eine zweite Leiche auf, der junge Junkie Marcel.
Die Eltern des Toten kennt Franz von früher: Bruno war vor fast 20 Jahren spurlos aus Niederkaltenkirchen abgehauen als seine Freundin Angie schwanger war, und ist vor Kurzem überraschend wieder zurückgekehrt. Der Fall wird noch komplizierter, als sich herausstellt, dass Marcel anscheinend mit Höpfl in Verbindung gestanden hat. QUEERfaktor: 2/10
© Constantin

Primetime
Samstag (08.10.2026) | 20:15 Uhr | ZDFneo
Magic Mike
Drama (USA 2012)
Der 19-jährige Adam ist von Mike ziemlich beeindruckt. Als erfolgreicher Stripper verdient er sich als Magic Mike im „Xquisite“ eine goldene Nase und nimmt ihn schnell unter seine Fittiche. Doch auch Mike profitiert von seinem Zögling, als er dessen Schwester Brooke kennenlernt. Während Adam schnell dazulernt und sich immer mehr für sein Leben als Stripper begeistert, erwägt Mike seinen Rückzug.
QUEERfaktor: 0.5/10
Dem Film wird Homophobie vorgeworfen. Das ist Quatsch. Mike verkleidet sich in einer Szene als Marilyn Monroe, just for fun. Mini-Nebenrolle: Psychologie-Studentin Joana ist bi. Dafür der halbe Punkt. Dass mit Matt Bomer ein schwuler Schauspieler zur Stripper-Truppe gehört, bleibt unberücksichtigt. Im zweiten Teil treten die Jungs in einer Gay-Bar auf.
Äußerst problematisch ist allerdings, dass Mike in einer Szene sagt: „Schau dir an, was sie angezogen hat. Die will sehr wohl belästigt werden.“ 2012 galt so etwas als witzig.
[Die heißesten schwul-lesbischen Filme]
© FilmNation Entertainment/ Concorde Home Entertainment
TV-Premiere
Samstag (10.10.2026) | 13:10 Uhr | KiKA
Young Hearts
Drama (Niederlande/ Belgien 2024)
Was passiert, wenn plötzlich jemand vor deiner Haustür steht, der dein ganzes Leben durcheinanderbringt? Für den 14-jährigen Elias beginnt ein ganz besonderer Sommer, als der gleichaltrige Alexander ins Haus gegenüber zieht. Die beiden verstehen sich sofort und werden schnell beste Freunde.
Doch Elias merkt bald: Für ihn ist da mehr. Zum ersten Mal ist er verliebt – und weiß nicht, was er mit diesen neuen Gefühlen anfangen soll. Vielleicht könnte aus ihrer Freundschaft tatsächlich mehr werden.
Doch gleichzeitig hat Elias Angst: Was werden seine Freunde sagen? Wie wird seine Familie reagieren? Und was passiert, wenn plötzlich alle wissen, wie er wirklich fühlt? Aus Unsicherheit beginnt Elias, seine Gefühle zu verstecken.
Er erfindet Ausreden und erzählt nicht die Wahrheit. Je größer seine Angst wird, desto mehr gerät er unter Druck. Und ausgerechnet das, was ihm am wichtigsten ist, droht dabei verloren zu gehen: Alexander.
Bei der Leserwahl zum besten Gay-Film 2025 landete YOUNG HEARTS knapp hinter dem britischen Escort-Drama SEBASTIAN auf Platz 2. Die beliebtesten schwulen Filme des Jahres findest Du hier.
QUEERfaktor: 6.5/10
Ein höherer Wert ist bei solchen westlichen Coming-Out-Filmen 2025 nicht drin. BEAUTIFUL THING setzte vor drei Jahrzehnten Maßstäbe und wurde von uns mit einem QUEERfaktor von 8,5 bewertet. YOUNG HEARTS ist queerer als CLOSE, ein Film mit ähnlichen Vorzeichen, der allerdings dem Bury-Your-Gays-Muster des letzten Jahrtausends folgt und tragisch endet.
Ein Pluspunkt bei allen drei Produktionen ist das Alter der Protagonisten, denn queere Geschichten über Kinder und Jugendliche sind nach wie vor selten. Was wir dagegen endlich hinter uns lassen sollten, sind Coming-Out-Dramen über Erwachsene. Egal, wie „zeitgemäß“ sie (wieder) erscheinen – sie erzählen nichts Neues mehr.
Relevant und viel dringlicher ist inzwischen eine andere Frage: Wie erzählen wir queere Kindheiten, ohne Kinder zu sexualisieren? Sowohl Lukas Dhont als auch Anthony Schatteman lösen diesen Konflikt in CLOSE bzw. YOUNG HEARTS sehr einfühlsam. Dhont, indem er das Thema ganz dem Zuschauer überlässt. Es bleibt offen, ob wir hier eine enge Freundschaft oder eine aufkeimende Liebe sehen. Schatteman, indem er die Intimität zwischen Elias und Alexander sowie in allen anderen Beziehungen sehr zurückhaltend und kindlich-schüchtern inszeniert.
Das ist notwendig, denn queere Kinder brauchen diese Sichtbarkeit. Unbedingt. Mein Coming-Out habe ich Ende der 1990er mit 17 oder 18 auf einen Zettel geschrieben und „Ich glaube, ich bin“ davorgesetzt, als meine beste Freundin mir ihre Liebe gestanden hat. Ich habe mich wahnsinnig dafür geschämt. Es fühlte sich wie eine Entschuldigung an. BEAUTIFUL THING kam für mich zu spät. Das Internet auch. Ich habe all das verpasst, wovon YOUNG HEARTS erzählt. Deswegen habe ich wohl auch geheult, obwohl Coming-of-Age-Filme eigentlich nicht mein Ding sind.
Danke an Salzgeber und KiKA, die diesen Film nach Deutschland und ins Fernsehen geholt haben.
[Die besten schwul-lesbischen Filme in den Mediatheken]
© Salzgeber

Samstag (10.10.2026) | 5:25 Uhr | ATV 2 (Österreich)
Mit Herz und Handschellen
Krimi-Serie (Deutschland 2002-2006)
MIT HERZ UND HANDSCHELLEN ist nach Wegbereiter SK KÖLSCH (1999 – 2006) der wichtigste Meilenstein schwul-lesbischer Mediendarstellungen der Nuller Jahre. Henning Baum (r.) spielte den ersten schwulen Protagonisten einer Prime-Time-Serie fernab gängiger Rollenklischees und nicht bloß theorieschwul wie Hauptkommissar Klaus Taube in SK KÖLSCH und war Deutschlands erster Fernsehkommissar in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung – dreizehn Jahre bevor der erste TATORT-Ermittler als bi geoutet wurde. ATV2 wiederholt eine Episode der ersten Staffel.
[ARD-Audiothek: Henning Baum in der Hörbar Rust]
© Sat.1

Freitag (09.10.2026) | 0:25 Uhr | SWR Fernsehen
Anatomie eines Falls
Kriminaldrama (Frankreich 2023)
Schriftstellerin Sandra Voyter (Sandra Hüller) lebt mit ihrer Familie in den französischen Alpen bei Grenoble. Ihr Ehemann Samuel (Samuel Theis) renoviert das Chalet, um Zimmer an Touristen vermieten zu können, und unterrichtet den elfjährigen Sohn Daniel (Milo Machado-Graner) zu Hause.
Der Besuch einer Studentin (Camille Rutherford), die ein Interview mit der Erfolgsautorin führen möchte, durchbricht die Routine in der Abgeschiedenheit. Um die Fragestellerin loszuwerden, stört Samuel mit lauter Musik und sorgt damit für den Abbruch des Gesprächs. Wenig später findet Daniel seinen Vater tot im Schnee – mit einer Kopfverletzung.
Für die Gerichtsmedizin scheint ein Unfall ausgeschlossen. Als einzig denkbare Täterin gerät Sandra unter Verdacht. Ihr Anwalt Vincent (Swann Arlaud), ein langjähriger Freund und heimlicher Verehrer, versucht Erklärungen für belastende Ungereimtheiten zu finden – ohne den Wahrheitsgehalt zu hinterfragen. Der Staatsanwalt (Antoine Reinartz) dagegen schont die Angeklagte nicht. Im Gerichtssaal muss Sandra die Intimität ihres Privatlebens preisgeben, um ihre Glaubwürdigkeit und Freiheit zu retten.
In dem Justiz- und Beziehungsdrama feierte Sandra Hüller einen Welterfolg, der ihr den französischen Filmpreis César sowie eine Nominierung für den Oscar und den Golden Globe als beste Darstellerin einbrachte. Als Angeklagte in einem Mordprozess führt die Starschauspielerin in die Abgründe eines komplexen Paarlebens – und in eine emotionale Todeszone von Egoismus, Schuld und Manipulation. Die Autorenfilmerin Justine Triet und ihr Ehemann Arthur Harari schrieben „La Hüller“ die Hauptrolle auf den Leib und gewannen den Oscar für das beste Originaldrehbuch.
QUEERfaktor: 1/10
Dass Protagonistin Sandra bi ist und ihren Mann mit einer Frau betrogen hat, ist (nur) eine Erzählung des Films. Dass sie mit einer Interviewerin möglicherweise geflirtet hat, sehen wir in der Eingangssequenz. Darüber wird vor Gericht diskutiert. Der Staatsanwalt äußert die Hypothese, dass Sandras Mann eifersüchtig war und deshalb mit lauter Musik das Interview gestört hat. Das hat aber wenig mit dem Fall zu tun.
[LGBT-Filme in den Mediatheken]
© Plaion
Freitag (09.10.2026) | 23:50 Uhr | ORF1 (Österreich)
Rocketman
Biopic (Großbritannien/ USA 2019)
Mitte der 1960er-Jahre: Reginald Dwight (Taron Egerton) ist ein ganz normaler Junge in einem Vorort von London, ein bisschen dick, viel zu schüchtern – nur am Klavier fühlt er sich wirklich wohl.
Doch als er nach London kommt, kann er endlich seine wahre Leidenschaft ausleben: den Rock ’n’ Roll.Er trifft den Texter Bernie Taupin (Jamie Bell) und erregt schnell Aufmerksamkeit in der Londoner Szene. Nur der Name passt noch nicht: Erst als Reginald sich in Elton John umbenennt, steht seinem raketengleichen Aufstieg nichts mehr im Weg, denn auf der Bühne verwandelt sich der schüchterne Reggie in einen außergewöhnlichen Rocksänger.
In kürzester Zeit schießt Elton John ganz nach oben in die Charts, schreibt einen Nummer-eins-Hit nach dem anderen und trägt immer wildere Kostüme und Brillen. Doch wer steil aufsteigt, kann auch tief fallen, und Elton John ist klar, dass er nicht auf ewig ein Rocketman sein kann.
[Die besten queeren Biografien]
© Paramount

Freitag (09.10.2026) | 22:25 Uhr | 3sat
L.A. Confidential
Krimi (USA 1997) (♂♂) (H) (♂♂♀)
Drei sehr unterschiedliche Polizisten im Los Angeles der 1950er-Jahre wollen sich mit der offiziellen Lösung eines Verbrechens nicht abfinden und ermitteln auf eigene Faust.
Auf den ersten Blick haben Bud White, Ed Exley und Jack Vincennes wenig gemein, außer dass der bullige Choleriker, der streberhafte Gerechtigkeitsfanatiker und der eitle Dandy für das LAPD arbeiten. Aber ein mysteriöser Massenmord in einem Diner bringt die drei so unterschiedlichen Polizisten zusammen.
Ihre Ermittlungen führen sie ebenso ins schwarze Getto wie in die Welt der Schönen und Reichen, in der der zwielichtige Millionär Pierce Patchett einen exklusiven Callgirl-Ring betreibt. Das besondere Angebot: Alle Mädchen sehen aus wie berühmte Hollywood-Schauspielerinnen. Vor allem das Veronica-Lake-Double Lynn Bracken hat es der fanatischen Spürnase Bud White angetan, und wider besseren Wissens lässt er sich auf eine Affäre mit der geheimnisvollen Blondine ein.
Doch nicht nur diese verbotene Beziehung droht ihn in Teufels Küche zu bringen. Je tiefer er und seine Kollegen in dem Sumpf aus Korruption, Verbrechen und Prostitution graben, desto gefährlicher wird es für sie. Denn ihre Feinde sitzen auch in den eigenen Reihen.
© Warner

TV-Premiere
Donnerstag (08.10.2026) | 23:00 Uhr | 3sat
One Night at KitKat
Dokumentation (Deutschland 2026)
Erstmals öffnet der legendäre Berliner „KitKatClub“ in größerem Umfang seine Türen für Kameras.
Die Dokumentation begleitet Gründer, Mitarbeitende und Gäste durch eine Nacht zwischen sexpositiver Clubkultur, Musik, Freiheit und Selbstentfaltung – und thematisiert auch Grenzen und Sicherheit.
[Die besten queeren Dokumentationen]
© ZDF/ ARD Kultur/ MDR/ Starkl-Film/ Diba Darbari

Mittwoch (07.10.2026) | 22:10 Uhr | MDR Fernsehen
Polizeiruf 110: Wendemanöver (2)
TV-Krimi (Deutschland 2015)
Bei einem Brand im Magdeburger Unternehmen Richter kommt die Frau des Juniorchefs ums Leben. Wenige Stunden später wird in einem Hotel in Warnemünde die Leiche des Wirtschaftsprüfers Andreas Janssen gefunden. Die Kommissare in Magdeburg und Rostock ahnen zu Beginn der Ermittlungen nicht, dass es zwischen beiden Fällen einen Zusammenhang gibt.
Als Brandstifter gerät Kai Förster ins Visier der Magdeburger Hauptkommissarin Doreen Brasch und ihres Kollegen Jochen Drexler. Der kürzlich entlassene Mitarbeiter der Firma Richter war in einer Gruppe von Aktivisten tätig, die gegen die Richter GmbH und deren Produktion elektronischer Bauteile für Kriegswaffen protestierte.
In Warnemünde finden die Rostocker Ermittler eine sechsstellige Summe an Bargeld in Janssens Hotelsafe, das zweifelsohne ein Mordmotiv gewesen sein könnte. Hauptkommissarin und Profilerin Katrin König ermittelt in diesem Fall ohne ihren Kollegen Alexander Bukow, der vom Dienst suspendiert ist.
Gemeinsam mit den Kommissaren Pöschel und Thiesler macht sie sich auf die Suche nach Heiko Steiner, der beim Poker im Spielcasino eine größere Summe an Janssen verloren hatte und in einen heftigen Streit mit ihm geraten war. Hauptkommissar Jochen Drexler verfolgt derweil eine weitere Spur.
Auf den Überwachungsvideos vom Tag des Brandes in der Firma Richter hat er seinen ehemaligen Kollegen Ferdinand Frey erkannt. Zudem stellt sich heraus, dass Frey Janssen kurz vor dem Mord in Warnemünde aufgesucht hat. Frey war in den 1990er-Jahren mit der Aufarbeitung von Betrugsfällen im Zusammenhang mit der Währungsunion beschäftigt und kennt Janssen aus der Zeit, als dieser Mitarbeiter der Treuhandanstalt war.
Auch Herbert Richter, Eigentümer der Magdeburger Firma, gerät zunehmend unter Verdacht. Der Tote aus Warnemünde war sein Wirtschaftsprüfer. Doch warum ist Janssen nun tot und wer ist für den Brandanschlag in Magdeburg verantwortlich?
QUEERfaktor
Kommissar Jochen Drexler (Sylvester Groth, l.) ermittelt in seinem letzten Fall, einem Brandanschlag auf ein Unternehmen in Magdeburg und einem Mord in Rostock, und outet sich als schwul. Mit seinem ehemaligen Kollegen Ferdinand Frey (Cornelius Obonya, r.) verbringt er eine Nacht. Sylvester Groth war froh, dass dies erst kurz vor seinem Ausstieg bei POLIZEIRUF 110 geschehen ist und er nicht durchgehend einen schwulen Kommissar spielen musste.
[Die besten queeren Filme, Serien und Bücher aus Deutschland]
© NDR

Mittwoch (07.10.2026) | 12:05 Uhr | SWR Fernsehen
Winnetous Weiber
TV-Dramedy (Deutschland 2014)
Fünf sehr unterschiedliche Frauen brechen zu einer Reittour auf den Spuren der Winnetou-Drehorte in Kroatien auf – doch statt Wildwest-Romantik warten Entbehrungen, Konflikte und überraschende Wahrheiten. Während die Reise zur emotionalen Belastungsprobe wird, geraten Freundschaften ins Wanken und lange Verdrängtes kommt ans Licht, darunter auch Gabrieles Coming-Out und ihre Gefühle für Maren. Am Ende wird der Trip für alle zu einem Selbstfindungsabenteuer, das niemand unverändert übersteht.
© ARD Degeto/ Das Erste

Mittwoch (07.10.2026) | 5:00 Uhr | ZDFneo
Fitting In
Dramedy (Kanada 2023)
Die 16-jährige Lindy (Maddie Ziegler) ist gerade erst in einen kanadischen Vorort gezogen, wo sich das Leben für sie und ihre Mutter Rita (Emily Hampshire) langsam einzupendeln scheint. In Vivian (Djouliet Amara) hat sie auch schnell eine beste Freundin gefunden. Dass sie ihre Periode immer noch nicht bekommen hat, hält Lindy jedoch geheim.
Da sie sich mehr und mehr zu ihrem Mitschüler Adam (D’Pharaoh Woon-A-Tai) hingezogen fühlt, will sie sich die Pille verschreiben lassen. Doch eine Routineuntersuchung offenbart, dass Lindy das MRKH-Syndrom hat – sie wurde ohne Gebärmutter und mit einem verkürzten Vaginalkanal geboren. Die Diagnose lässt sie an ihrer Identität als Frau zweifeln.
Fortan versucht Lindy, ihren normalen Alltag aufrechtzuerhalten, doch ihr Leben gerät zusehends ins Wanken. Sie verliert ihren Platz im Leichtathletikteam, distanziert sich von Adam und verschweigt selbst Viv die Wahrheit.
Auch die Beziehung zu ihrer Mutter wird auf die Probe gestellt: Rita versucht, Lindy zu helfen, projiziert dabei aber ihre eigenen Ängste auf ihre Tochter. Als Lindy ihre:n Mitschüler:in Jax (Ki Griffin) kennenlernt, ist sie fasziniert davon, wie offen und selbstbewusst Jax mit der eigenen Intersexualität umgeht. Mit Jax hat Lindy zum ersten Mal das Gefühl, sie selbst sein zu können. Sie entwickelt ein neues Selbstbewusstsein, das sie für einige weitreichende auch dringend Entscheidungen benötigt.
FITTING IN ist eine berührende Tragikomödie über die Suche nach der eigenen Identität und den schwierigen Weg zur Selbstakzeptanz. Regisseurin Molly McGlynn, die selbst vom MRKH-Syndrom betroffen ist, erzählt Lindys Geschichte mit Empathie und Humor und schafft so einen Film, der nicht nur bestens unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. In der Hauptrolle ist das Multitalent (Schauspielerin, Tänzerin, Model) Maddie Ziegler zu sehen, die vom US-Magazin „Time“ mehrere Jahre unter den einflussreichsten Teenager:innen gelistet wurde.
[Die besten queeren Filme in den Mediatheken]
© Nice Picture/ Blue Fox Entertainment/ ZDF

Dienstag (06.10.2026) | 22:55 Uhr | ARTE
Amerikas Geschlechterkampf
Dokumentation (Frankreich 2025)
Der Aufstieg der konservativ-puritanischen Ideologie des christlichen Nationalismus führte in den USA zu einer massiven Einschränkung der Grundrechte von US-Bürgerinnen. Vielerorts sterben Frauen, weil es an gynäkologischer Versorgung fehlt.
In Bundesstaaten mit radikalem Abtreibungsverbot sahen sich bereits mehr als 100.000 Frauen dazu gezwungen, nach einer Vergewaltigung ein Kind zu gebären. Seit der Rückkehr von Donald Trump als US-Präsident sieht die Zukunft der Frauen in den USA düster aus.
Der Dokumentarfilm blickt auf die Machenschaften der Anti-Abtreibungszentren und enthüllt in Interviews die Mechanismen dieser freiheitsbeschränkenden und rückwärtsgewandten Politik. Doch er zeigt auch den Widerstand all jener, die sich mit diesen Entwicklungen nicht abfinden wollen.
[Queere Filme und Serien in der ARTE-Mediathek, verfügbar bis 03.01.2027]
© ARTE/ Brice Lambert

TV-Premiere
Montag (05.10.2026) | 22:15 Uhr | ZDF
A Quiet Place: Tag Eins
Science-Fiction (USA/ Großbritannien 2024)
Als Manhattan Ziel eines Alien-Angriffs wird, verbünden sich die todkranke Sam und der hilflose Student Eric zum gemeinsamen Überlebenskampf in den Straßen von New York.
Die Lage von Sam, ihrem Kater Frodo und Eric wird dadurch erschwert, dass zur Eindämmung der Alien-Invasion sämtliche Brücken der Stadt gesprengt wurden. Vor den blinden, aber feinhörigen Kreaturen bleibt nur ein Weg zum Entkommen: die Flucht aufs Wasser.
Der Survivalthriller stellt ein Prequel zu der erfolgreichen Kinofilmreihe A QUIET PLACE dar, die mit ihrem nächsten Film die Milliardenmarke bei den weltweiten Einspielergebnissen knacken dürfte.
QUEERfaktor: QUEERbaiting
Michael Sarnoski behauptet, er hätte Eric (Joseph Quinn) als schwulen Protagonisten angelegt. Was so ziemlich genauso dreist ist wie die Behauptung der transfeindlichen Autorin JKR, Dumbledore sei schwul. Das sagte sie nach dem Ende der Potter-Reihe, die keinen einzigen Hinweis darauf enthält. Sie wurde dafür ausgelacht. Da fing sie an, ein Prequel zusammenzuschustern, das ihre Lüge wahr werden ließ.
In AQPT1 gibt es eine fürs Kino herausgeschnittene Szene, die Erics Queerness zum Ausdruck bringen soll. Sie wurde exklusiv von People veröffentlicht. Darin fragt Samira Eric, was er tat, als die Aliens in New York landeten, und er erzählt mehr über seine Vorgeschichte und warum er sein Zuhause verlassen hat.
Und damit zurück zur Überschrift. Selbst in der herausgeschnittenen Szene sagt Eric nicht wörtlich, dass er schwul ist. Michael Sarnoski sagt uns, dass es so gemeint war. Dann muss er wohl noch ein Prequel zum Prequel drehen.
Lustigerweise kursiert die Mär, dass die Szene geopfert wurde, um das Pacing nicht zu unterbrechen. Welches Pacing? Der Film ist so lahmarschig wie eine Schnecke auf Ketamin.
[Die besten queeren Science-Fiction-Filme und -Serien]
© Paramount/ ZDF
Montag (05.10.2026) | 22:55 Uhr | Tele 5
Torchwood
Science-Fiction-Serie (Großbritannien 2006-2011)
Das neu formierte Torchwood-Team reist nach Los Angeles, um das Hauptquartier des Pharmariesen „PhiCorp“ zu infiltrieren. Allerdings ist der Gruppe ein Auftragskiller auf den Fersen, der später selbst ausgeschaltet wird.
Jack und seine Leute finden Hinweise darauf, dass weltweit Internierungslager für kranke Menschen entstehen. Gwen ist schockiert, als sie erfährt, dass ihr Vater in Großbritannien offenbar auch in eins der Camps gebracht worden ist. Unterdessen sorgt die Kampagne „Dead is dead“ für Furore, die von der Politikerin Ellis Hartley Monroe angeführt wird.
[LGBT-Filme und -Serien in der Tele 5 – Mediathek]
© BBC
Montag (05.10.2026) – Donnerstag (08.10.2026) | 19:15 Uhr | Disney Channel
Modern Family
SitCom (USA 2009 – 2020)
Im Mittelpunkt der Comedy-Serie stehen die Familien von Jay, dessen Tochter Claire und seines Sohns Mitchell. Während Claire die Rolle der Hausfrau in einer klassischen Familie innehat und Mitchell und sein langjähriger Lebenspartner Cameron sich entschlossen haben, ein asiatisches Baby zu adoptieren, ist Jay selbst mit einer sehr temperamentvollen Frau verheiratet, mit der er versucht, seinen Stiefsohn zu erziehen. Disney Channel zeigt in dieser Woche täglich zwei Episoden der sechsten und siebten Staffel.
[Die besten Serien mit schwulen Figuren bei Netflix, Prime, Disney+]
© Twentieth Century Fox

TV-Premiere
Sonntag (04.10.2026) | 10:45 Uhr | HR Fernsehen
David Bowie – der letzte Akt
Dokumentation (Großbritannien 2025)
Knapp zehn Jahre nach David Bowies Tod zeichnet der britische Filmemacher Jonathan Stiasny in seinem Dokumentarfilm das letzte kreative Kapitel eines der innovativsten Künstler der Musikgeschichte nach. Am 8. Januar 2016 erschien David Bowies letztes Studioalbum „Blackstar“. Nur zwei Tage später starb er mit 69 Jahren in New York an seiner Krebserkrankung.
BOWIE – DER LETZTE AKT untersucht, wie der britische Sänger, Produzent und Schauspieler, der Meister der Verwandlung, seine Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit in ein letztes künstlerisches Statement verwandelte. Die Erzählung beginnt in den Neunzigern, einer turbulenten Zeit für Bowie: Einst als Chamäleon des Pop gefeiert, gerät er in Konflikt mit einer sich wandelnden Musikindustrie.
Die Kritiken sind vernichtend und Bowies Stern scheint zu sinken. Er selbst befürchtet, die kreative Kraft vergangener Tage zu verlieren. Doch Bowie erkämpft sich Schritt für Schritt seine Kreativität zurück. Im Jahr 2000 feiert er beim Glastonbury Festival ein grandioses Comeback, das bis heute als eines der besten Konzerte in der langen Geschichte des Festivals gilt.
Und während Bowie schwer krank dem Tod ins Auge blickt, löst sein Album „Blackstar“ schließlich ein, was er sich für sein letztes Werk noch vorgenommen hat: das beste Album seines Lebens zu schaffen – ein Requiem für sich selbst.
[Die besten queeren Musikfilme]
© ARTE/ Dogwoof/ HR
TV-Premiere
Sonntag (04.10.2026) | 6:45 Uhr | RTL
Next Goal Wins
Komödie (USA/ Großbritannien 2023)
Das Fußballteam von Amerikanisch-Samoa ist für seine Spielschwäche berüchtigt. Unrühmliche Bekanntheit erreichten die Kicker durch eine blamable 31:0 Niederlage gegen Australien. Doch nun soll alles anders werden. Der holländisch-amerikanische Trainer Thomas Rongen (Michael Fassbender) soll das notorisch schwache Team zu einer Spitzenmannschaft machen, der es gelingen soll, sich für die Fußball-Weltmeisterschaften des Jahres 2014 zu qualifizieren.
QUEERfaktor: 4/10
Die nach dem Protagonisten Thomas wichtigste Figur Jaiyah ist transgender. Der Erzählung nach werden die sogenannten Faʻafafine in American-Samoa verehrt. Erstaunlicherweise wird von ihnen jedoch erwartet, heteronormativ zu leben. Und Transmänner, die Faʻafatama, erfahren nicht die gleiche Wertschätzung wie Faʻafafine. Das alles thematisiert der Film nicht.
Wenn man auf die O-Töne am Ende achtet, scheint die Wirklichkeit nicht ganz so rosig, wie der Film es darstellt. Jaiyah verkündet vor der Mannschaft:
„Ich will nur sagen, dass ich euch liebe, egal wie anders ich bin. Egal wie anders wir alle sind.“
[Die besten Transgender-Filme]
© Disney/ RTL
Freitag (02.10.2026) | 0:25 Uhr | SWR Fernsehen
Familienerbe
TV-Dramedy (Deutschland 2022)
Georg und Regine Schlegel, beide Verhaltensforscher, verunglücken bei einem Verkehrsunfall, während parallel ihre drei erwachsenen Kinder Vorbereitungen für den 40. Hochzeitstag treffen. Aus einer heiter geplanten Familienfeier wird durch den plötzlichen Tod der Eltern das Kampfgebiet einer Erbengemeinschaft, die um ein Haus, um Lebensentwürfe und um gegenseitige Anerkennung ringt.
Ob der Tatsache, dass es anscheinend kein Testament gibt und alle sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was jetzt mit dem Haus der Eltern, passieren soll, brechen alte Konflikte wieder auf. Dazu ist Leo (Christina Hecke, 2.v.l.) die leibliche Tochter von Georg, Maren die leibliche Tochter von Regine und Mattes der einzige Sohn beider Eltern. Leo hat ihre Studentin Lissai (Sängerin Ivy Quainoo, r.), mit der sie auch eine bisher in der Familien nicht kommunizierte Beziehung verbindet, mit ins Familienheim am Bodensee gebracht.
Die Sorge, möglicherweise leer auszugehen, bringt die drei dazu, Dinge zu tun, die sie sich selbst nie zugetraut hätten. Vor allem die überkorrekte Maren will sich von ihren Geschwistern nicht übervorteilen lassen und unterschlägt das sehr wohl existierende Testament. Noch ahnt niemand, dass Judith, die in der Schlegel-Villa als Kunst-Stipendiatin untergebracht ist, eine Tochter von Georg und damit eine weitere Erbin ist.
Das Chaos ist perfekt, als sich herausstellt, dass hohe Schulden auf dem Haus lasten. Die vier müssen nun an einem Strang ziehen, um das Familienerbe im Sinne ihrer Eltern zu retten.
© Zeitsprung Pictures/ Das Erste

Mittwoch (30.09.2026) | 0:50 Uhr | BR Fernsehen
Der Masseur
Drama (Polen 2020)
An einem grauen nebligen Morgen taucht in einer osteuropäischen Hauptstadt eine mysteriöse Gestalt auf – ein Mann, der eine Liege mit sich herumträgt. Der Fremde verschafft sich mithilfe magischer Hypnosetechniken eine Aufenthaltsgenehmigung und bietet in einer Vorstadtsiedlung seine Dienste als Masseur an.
Die triste Gated Community, die mitten auf einem ehemaligen Kohlfeld errichtet wurde, ist von der „bösen“ Außenwelt abgeschottet. In den identischen Häusern wohnen verschiedene Vertreter der reichen Oberschicht. Sie scheinen von einer inneren Traurigkeit, einer Sehnsucht gefangen – vielleicht nach dem Winter, den es in diesen Breitengraden nicht mehr gibt. Anders als sie selbst früher, bauen ihre Kinder keinen Schneemann mehr. Aber vielleicht geht ihre Leere auch tiefer?
Da tritt der Masseur, ein attraktiver Mann aus dem authentischen, exotischen Osten, in ihr Leben. Er hat eine Gabe: Seine Hände können heilen, seine Augen blicken in die Seele der einsamen Kund:innen. Für sie klingt sein russischer Akzent wie ein Lied aus alten Zeiten, eine friedliche Melodie aus Kindertagen, als die Welt noch in Ordnung war. Zhenia, so sein Name, verändert ihr Leben.
QUEERfaktor: Für einen irren Moment war’s war
Nachdem Zhenia verärgert auf die Nachfrage eines durchgeknetet Kunden unter ihm reagiert, welche Art von Frauen er präferiere, folgt eine Szene in einer Peepshow. Wir sehen einen femininen Mann mit langen Haaren und nacktem Oberkörper tanzen, vor ihm ein Zuschauer, nur vage von hinten erkennbar. Für einen Augenblick ist Zhenia schwul. Doch der sitzt in Wirklichkeit eine Kabine weiter und bewundert ganz unschuldig eine andere Nackttänzerin und tauscht später Körperflüssigkeiten mit der Frau des neugierigen Kunden aus. Der ist nun tot.
[Die besten LGBT-Filme aus Polen]
© Real Fiction
Mittwoch (30.09.2026) | 23:00 Uhr | WDR Fernsehen
Die Küblböck-Story – Eure Lana Kaiser
TV-Dokumentation (Deutschland 2025)
Die Dokuserie beschreibt die Geschichte von Lana Kaiser, die als Daniel Küblböck bei DSDS berühmt wurde. Sie zeichnet das Coming-of-Age eines Teenagers aus Niederbayern nach, der ein Star werden wollte und wurde, sich im Laufe seines Lebens immer wieder neu erfand und sich zuletzt unter dem selbst gewählten Namen Lana Kaiser als Transfrau sichtbar machte. Lana Kaisers Leben wird aus der Perspektive von Familie und Wegbegleiter:innen wie Olivia Jones und Gracia Baur erzählt sowie von Entertainment-Größen wie Riccardo Simonetti und Lucy Diakovska eingeordnet. Die Serie taucht ein in die Welt eines Menschen, der selbstbewusst queer auftrat, gesellschaftliche Grenzen sprengte und bis heute Mut macht.
WDR Fernsehen zeigt alle drei Episoden hintereinander.
[Queere Dokumentationen in den Mediatheken]
© BR/ Gebrüder Beetz Filmproduktion
Dienstag (29.09.2026) | 22:55 Uhr | MDR Fernsehen
In einem Land, das es nicht mehr gibt
Drama (Deutschland 2022)
Ostberlin, 1989: Kurz vor dem Abitur fliegt Suzie von der Schule und muss sich im Kabelwerk Oberspree als Arbeiterin bewähren. Ein zufälliges Foto in der Straßenbahn früh um halb fünf öffnet ihr die Tür in die glamouröse Welt der Mode von VHB Exquisit. Sie landet auf dem Cover des Modejournals Sibylle, der „Vogue des Ostens“, und Chefredakteurin Elsa Wilbrodt eröffnet ihr so eine Chance, dem sozialistischen Fabrikalltag vielleicht doch noch zu entkommen.
Suzie taucht ein in die schillernde Subkultur des Ostberliner Undergrounds, wo der schwule Rudi (Sabin Tambrea) und seine Freunde mit leidenschaftlicher Fantasie ihre eigene Mode aus Duschvorhängen und sonstigem verfügbaren Material erfinden. Sie verliebt sich in den rebellischen Fotografen Coyote, dessen Bilder alle verzaubern, aber trotzdem nicht gedruckt werden. Auf seiner Indian fliegen sie zusammen ans Meer, und Suzie erlebt die Freiheit, von der sie immer geträumt hat.
Doch diese Freiheit hat ihren Preis: Was ist es Suzie wert, ihren Traum zu leben?
QUEERfaktor: 2.5/10
Vorbild für die schwule Nebenfigur Rudi, deren queere Identität erst in der zweiten Hälfte des Films explizit thematisiert wird, war der DDR-Paradiesvogel und Friseur Frank Schäfer, den Regisseurin und Drehbuchautorin Aelrun Goette als ihre Muse bezeichnet. Schäfer wurde bereits 2012 in der Dokumentation UNTER MÄNNERN – SCHWUL IN DEN DDR von Ringo Rösener und Markus Stein porträtiert.
Wenn hier der Stern vorgelesen, in dem es heißt, es würde in der DDR offiziell keine Schwulen geben, ist das entweder eine Verunglimpfung des Magazins oder eine historische Verfälschung. Die DDR hat gleichgeschlechtliche Liebe vor der BRD legalisiert und damit auch anerkannt. Die DDR war nicht Tschetschenien. Auch dass Rudi – offenbar öffentlich und durch Stasi- oder Bullenschweine – zusammengeschlagen und verletzt wird, erscheint mir übertrieben. Der Film spielt im Jahr 1989.
Mit über 120.000 Kinobesuchern gehörte IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT zu den 14 Filmen mit LGBT-Thematik, die mehr als 100.000 Tickets verkaufen konnten. Unseren ausführlichen Artikel zum kommerziellen Abschneiden des Queer Cinema 2022 und zur Diversität in anderen Medien (DVD, Stream, TV) findest Du hier.
[Filme, Serien und Bücher, die Queersein in der DDR thematisieren]
© Tobis

Dienstag (29.09.2026) | 22:15 Uhr | WDR Fernsehen
Seeland – Ein Krimi vom Bodensee
TV-Krimi (Deutschland 2024)
Ein Schiff mit einer festgebundenen Leiche wird aus dem Bodensee geborgen. Ein Fall für die transidente Kommissarin Elena Barin (Hayal Kaya, r.) und ihren Partner Achim Schatz, denn Henry Budde wurde offensichtlich vorsätzlich erschlagen. Womöglich von seinem Sohn Stefan Eisel. Der wohnte mit dem Vater zusammen und erweist sich als spurlos verschwunden. Nicht das einzige Rätsel für die Konstanzer Ermittler, denn in einem Hotel der Stadt wacht ein Gast blutüberströmt auf.
Im Anschluss folgt der zweite Teil der Krimi-Reihe. Der dritte Film ist bereits abgedreht, wird aber voraussichtlich erst 2027 ausgestrahlt.
[Die besten Transgender-Filme]
© SWR
Primetime
Dienstag (29.09.2026) | 20:15 Uhr | WDR Fernsehen
Tatort: Das Opfer
TV-Krimi (Deutschland 2022)
Robert Karow (Mark Waschke) ermittelt nach dem Tod seiner Kollegin Nina Rubin (Meret Becker) in diesem Fall solo: Ein Mann in Karows Alter wird in einem Waldstück tot aufgefunden. Er starb durch einen Schuss in den Kopf.
Alles am Tatort deutet auf eine Milieu-Hinrichtung hin, wie Karow sofort feststellt, obwohl er für den Fall nicht zuständig ist. Doch Karow kennt den Toten, Maik Balthasar (Andreas Pietschmann), aus Jugendzeiten und findet heraus, dass er ein verdeckter Ermittler war.
Maik arbeitete für Mesut Günes (Sahin Eryilmaz), einen stadtbekannten Berliner Nachtclubbesitzer, der in zahlreiche Gewaltverbrechen verwickelt ist, die ihm allerdings nie eindeutig nachgewiesen werden konnten. Auf der Tatwaffe finden sich Günes Fingerabdrücke.
Staatsanwältin Sara Taghavi (Jasmin Tabatabai) sieht endlich ihre Chance, Günes vor Gericht zu bringen. Der bestreitet den Mord jedoch. Zum Ärger der Staatsanwältin gibt sich Karow mit der so offensichtlichen Indizienlage nicht zufrieden. Obwohl sie ihn anweist, sich rauszuhalten, lassen ihm die Ungereimtheiten in dem Fall keine Ruhe.
Um herauszufinden, was wirklich geschehen ist, nimmt er Urlaub, zieht undercover in Maiks Wohnung und wandelt auf seinen Spuren. Camilla (Kim Riedle), die in Günes Club arbeitet und Maik gut kannte, wird seine Verbündete. Mehr und mehr schlüpft er in die Rolle des Toten und taucht dabei auch immer tiefer in seine eigene Vergangenheit ein. QUEERfaktor: 6/10
[Die besten LGBT-Filme und -Serien in den Mediatheken]
© RBB
TV-Premiere
Montag (28.09.2026) | 22:15 Uhr | ZDF
DogMan
Thrillerdrama (USA/ Frankreich 2023)
Als Kind wird Douglas Munrow (erwachsen: Caleb Landry Jones; als Kind: Lincoln Powell) von seinem Vater (Clemens Schick) und seinem älteren Bruder Richie (Alexander Settineri) gequält. Seine Mutter verlässt die Familie, kehrt nie zurück.
Weil sich Douglas gegen den Vater wehrt, wird er von diesem schwer verletzt zu den Hunden in den Zwinger gesperrt. Als ihm die Flucht gelingt, muss er Beinschienen tragen und im Rollstuhl sitzen. Eines ist Douglas völlig klar: Hunde sind die besseren Menschen.
Für Douglas beginnt ein Leben jenseits der Gesellschaft im Untergrund. In einer verlassenen Schule residiert er mit zahlreichen Hunden, die ihm perfekt gehorchen. Einmal die Woche wird Doug bei seinen Auftritten in einer Drag-Queen-Show fast ein Teil des normalen Lebens.
Doch Dougs Leben droht zu zerbrechen. Die städtischen Behörden und ein Versicherungsdetektiv (Christopher Denham) sind auf den Außenseiter aufmerksam geworden. Ein krimineller Bandenchef trachtet ihm nach dem Leben, weil Douglas sich gegen ihn zur Wehr setzte, um seinen Nachbarn zu helfen. Douglas überlebt den ungleichen Kampf. Als ihn die Polizei verhaftet, erzählt er der Psychiaterin Evelyn (Jojo T. Gibbs) seine einzigartige Geschichte.
DOGMAN springt zwischen den Zeitebenen und zeigt im Interview, dass Douglas in einer Art Rahmenhandlung im Gefängnis gibt, zwei Lebensentwürfe, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und nur die toxischen Väter gemeinsam haben.
Mit der auf der anderen Seite der Metropole New York, in New Jersey angesiedelten Geschichte, entwirft Luc Besson als Drehbuchautor und Regisseur außerdem eine individuelle, dunkle Variante des American Dream, der auch in den Vorstadthöllen überlebt.
DOGMAN wurde 2023 im Wettbewerb des Filmfestivals Venedig gezeigt.
QUEERfaktor: 4/10
Es bleibt lange Zeit offen, ob Douglas ein Crossdresser ist. Es stellt sich heraus: Nope. Er ist Trans-For-Pay, hat regelmäßig einen Auftritt in einer Dragbar, weil er keinen anderen Job bekommen hat. Der Schauspieler in ihm genießt das Rampenlicht, die anderen Drags sind begeistert und unterstützen ihn. Im Marlene-Fummel macht ihm der Versicherungsfutzi Ackermann den Hof – wahrscheinlich nur weil er die Diebesbeute zurück will. Ein stiller Film über Selbstermächtigung und Einsamkeit. A nice one.
[Die besten queeren Filme in den Mediatheken]
© Capelight Pictures/ ZDF
TV-Premiere in der Primetime
Montag (28.09.2026) | 20:15 Uhr | ZDFinfo
Feindbild Queer
Dokumentation (Deutschland 2026)
Eine Woche nach dem Attentat in Berlin demonstrieren beim CSD in Hamburg 300.000 Menschen für Vielfalt und gleiche Rechte. Viele wollen sich nicht einschüchtern lassen. Zugleich zeigt sich die Bedrohung im Alltag: Manche queeren Paare vermeiden es aus Angst vor Anfeindungen, ihre Liebe öffentlich zu zeigen.
Wie Sichtbarkeit Akzeptanz fördern kann, zeigt der Handball-Bundesligaspieler Lucas Krzikalla. Nach Jahren des Versteckens bekannte er sich im Oktober 2022 öffentlich zu seiner Beziehung mit einem Mann. Statt eines Shitstorms erlebte er breite Unterstützung.
Die Berliner Dragqueen Barbie Breakout engagiert sich seit Jahrzehnten für queere Rechte. Sie nimmt einen gesellschaftlichen Backlash wahr: Freiheitsrechte würden zunehmend infrage gestellt, Stereotype gezielt für Kampagnen gegen Minderheiten genutzt.
Auch Stephan und Mathias sorgen sich um ihre Zukunft. Das schwule Paar lebt mit seinen Zwillingen in der Nähe von Regensburg und ist seit 2025 verheiratet. Beide berichten von großer Offenheit in ihren Familien und ihrem Umfeld. Zugleich fragen sie sich, ob rechtskonservative Kräfte ihre Rechte wieder einschränken könnten – bis hin zu der Sorge, ihre Kinder zu verlieren.
Sprecherin der zweiteiligen Doku-Reihe ist die lesbische Schauspielerin Ulrike Folkerts.
[Die besten queeren Dokumentationen in den Mediatheken]
© ZDF
LS – Lesben- und Schwulenbewegung, Gay Pride
R – Regenbogenfamilie
E – Ehe für alle
NB – Non-binary
G – Gender
P – Prostitution
A – Aids
OV – Originalversion (Englisch)
(…) – queere Nebenhandlung
[…] – Subtext
Sonntag (27.09.2026) | 2:20 Uhr | ZDFneo
Wo in Paris die Sonne aufgeht
Liebesdrama (Frankreich 2021)
Émilie und ihr Mitbewohner haben unterschiedliche Vorstellungen von ihrer Beziehung. Mit Nora beginnt Camille etwas Ernstes, doch Nora sucht die Nähe zu Amber. Amber ist ein Camgirl und der Grund für Noras Studienabbruch. Die beiden sehen sich ähnlich, weshalb Nora gemobbt wurde. Jedoch heilt ihr Kontakt zueinander Noras Wunden. Gleichzeitig wird es auch zwischen Émilie und Camille nochmals interessant. Die Pariser Callcenteragentin Émilie (Lucie Zhang) begrüßt mit dem jungen Lehrer Camille (Makita Samba) einen neuen Mitbewohner in ihrem Zuhause. Schnell beginnen die beiden, miteinander zu schlafen, doch der beziehungsscheue Camille macht einen Rückzieher. Émilie, die Gefühle für Camille entwickelt hat, kommt nur schwer mit seiner Zurückweisung klar, zumal er bald eine neue Affäre mit nach Hause bringt. Als das Zusammenleben in der WG zunehmend toxisch wird, zieht Camille aus. Parallel dazu nimmt die frisch nach Paris gezogene Nora (Noémie Merlant) nach mehreren Jahren ihr Jurastudium wieder auf.
Als sie sich für eine Party zum Semesterstart scherzhaft eine blonde Perücke zulegt, wird sie von ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen für das Camgirl Amber Sweet (Jehnny Beth) gehalten. Wegen der Verwechslung wird Nora bald gemobbt, und sie bricht schließlich ihr Studium ab. Sie kehrt in ihr altes Berufsfeld zurück und heuert bei einer kleinen Immobilienagentur an, die provisorisch von Camille verwaltet wird. Der Lehrer befindet sich inzwischen in einer Berufspause, um sich auf eine Zugangsprüfung vorzubereiten.
Nora und Camille beginnen eine Beziehung, doch gleichzeitig beginnt Nora, mit Amber zu chatten. Ihre Unterhaltungen entwickeln für Nora eine therapeutische Wirkung. Camille ist mittlerweile wieder lose mit Émilie befreundet, doch als zwischen den beiden erneut Gefühle aufkommen, setzt Émilie ihm ein Ultimatum.
In seinem hoffnungsvollen, erotischen Liebesdrama setzt sich der bekannte französische Regisseur Jacques Audiard (EMILIA PÉREZ, THE SISTERS BROTHERS) mit dem modernen, digital geprägten Datingverhalten und Liebesleben von heute auseinander.
QUEERfaktor: 2.5/10
WO IN PARIS DIE SONNE AUFGEHT hat drei queere Frauenfiguren im Angebot: Émilie knutscht einmal im Club völlig random eine Frau, ist dann auf MDMA plötzlich von Camis Freundin Stéphanie angeturnt, will einen Dreier, wird abgewiesen und schiebt daraufhin einen Film, weil sie den beiden beim Stöhnen zuhören muss.
Nora wiederum entdeckt gegen Ende den Grund für ihre Orgasmusstörung (mit Männern) und verknallt sich in Camgirl Amber, mit der sie erst fürs Geld, dann immer öfter via Skype bildtelefoniert. Beim ersten echten Treffen ist sie so überwältigt, dass sie kurzerhand in Ohnmacht fällt. Die beiden knutschen dann auf dem Boden rum. Und das war’s auch schon.
Alle zahlreichen und durchaus expliziten Bettszenen im Film: Hetero.
© Neue Visionen Filmverleih/ ZDF
Freitag (25.09.2026) | 22:05 Uhr | ProSieben
Marinette
Biopic (Frankreich 2023)
Frankreich 1980: Die kleine Marinette Pichon (Garance Marillier) entwickelt eine große Leidenschaft für Fußball. Als Mädchen kann sie diese aber zunächst nur allein ausleben, bis sie tatsächlich in einer Jungen-Mannschaft aufgenommen wird. Ihre Mutter (Émilie Dequenne) unterstützt sie heimlich, denn zu Hause leidet die Familie unter den Gewaltexzessen des alkoholkranken Vaters.
Trotz aller Hindernisse gelingt es dem talentierten Mädchen, größere Vereine auf sich aufmerksam zu machen, und nach einigen Jahren wird sie sogar in die französische Frauen-Nationalmannschaft berufen. Doch in ihrem Heimatland gibt es für Spielerinnen keine professionellen Rahmenbedingungen. Als Marinette ein Angebot aus Philadelphia bekommt, scheint sich alles zum Guten zu wenden. In den USA kann sie sich endlich frei entfalten, sowohl sportlich als auch privat.
In der weltweit ersten Profiliga für Frauenfußball erhält sie eine faire Bezahlung, außerdem kann sie offen zu ihrer lesbischen Beziehung stehen. Doch der amerikanische Traum ist nicht von Dauer: Ihre erste wirkliche Partnerschaft entwickelt sich nach und nach zum Albtraum, und der Spielbetrieb der kompletten Liga wird wegen finanzieller Probleme eingestellt. Marinette kehrt nach Frankreich zurück, wo sie ihre erfolgreiche Karriere fortsetzt und sich für die Rechte der Fußballerinnen engagiert.
Marinette Pichon gehört noch immer zu den erfolgreichsten Fußballerinnen Frankreichs. Sie wurde mehrfach Torschützenkönigin der ersten französischen und der US-Liga und gewann mit dem Juvisy FCF eine Meisterschaft und einen Pokal. 2001 wurde sie zur Spielerin des Jahres in ihrem Heimatland gekürt. Bis 2020 war die ehemalige Stürmerin mit 81 Treffern erfolgreichste Torschützin der Nationalmannschaft.
Die Regisseurin Virginie Verrier beleuchtet in ihrem Film ausgewogen alle Facetten der Hauptfigur: Die erfolgreiche Sportkarriere mit Höhepunkten und Rückschlägen, sowie das nicht einfache Privatleben, inklusive der schweren Kindheit. Somit gerät die Biographie nicht zu nüchtern und präsentiert sich als packende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die von Garance Marillier mit einer umfangreichen Bandbreite an Emotionen eindrucksvoll verkörpert wird.
Außerdem liegt es der Filmemacherin am Herzen auf die Benachteiligung der Fußballerinnen aufmerksam zu machen: Obwohl sich im Lauf der Zeit vieles an den Strukturen verbessert hat und internationale Turniere mittlerweile mediale Großereignisse sind; die Bezahlung ist noch immer unverhältnismäßig schlecht. Nur in wenigen Ländern existieren wirkliche Profiligen, die es den Spielerinnen ermöglichen, den beliebtesten Sport der Welt als Beruf auszuüben.
Die QUEERmdb-Leserinnen wählten MARINETTE auf Platz 4 der besten Lesbischen Filme 2024. Die weiteren Platzierungen findest Du hier.
QUEERfaktor: 6/10
Keine Ahnung, wie authentisch das Biopic ist, aber das Thema Homophobie ist ziemlich kleingehalten. Eine Beleidigung bei einem Spiel durch einen Zuschauer, ein Journalist fragt sie, ob sie queer ist, sie antwortet: „Ja. Was hat das mit Fußball zu tun?“
Wir sehen ihre erste kurze Liäson mit einer Tennisspielerin, die durch das überraschende Auftauchen eines Lovers beendet wird. In den USA zieht sie mit einer Frau zusammen, die sie schlägt, womit sich das Kindheitstrauma wiederholt. Zuletzt hat ihre spätere Ehefrau Ingrid, eine Rollstuhl-Basketballerin, einige Momente Screentime. In der letzten Szene schicken die beiden ihr Kind auf den Fußballplatz. Glückwunsch. Abspann.
[Die besten LGBT-Filme und -Serien bei allen Streaming-Anbietern]
© Atlas Film/ ZDF
Freitag (25.09.2026) | 22:05 Uhr | ProSieben
Knock at the Cabin
Fantasy (USA/ Japan/ Chile 2023)
Andrew (Jonathan Groff) und Eric (Ben Aldridge) fahren mit ihrer kleinen Tochter Wen (Kristen Cui) zu einer entlegenen Waldhütte, um dort ein paar entspannende Tage fernab des Alltagsstresses zu genießen. Doch dann tauchen vier unheimliche Fremde auf und zwingen sie zu einer unmöglichen Entscheidung: Sie müssen ein Familienmitglied opfern, um das Ende der Welt abzuwenden.
Die QUEERmdb-Leser:innen wählten KNOCK AT THE CABIN auf Platz 18 der besten Gayfilme 2023. Die Top 10, die beliebteste Serie und den unbeliebtesten Film findest Du hier.
QUEERfaktor: 7/10
Passiert nicht aller Tage, dass ein lupenreiner Hollywood-Blockbuster eine Regenbogenfamilie (mit zwei heißen Väter) so in den Fokus rückt. Zumal es sich um ein Genrefilm handelt. Aber man kann 2022 eben keine queeren Romane mehr straightwashen. Das immerhin haben wir erreicht.
[DRAMAqueen USERaward 2023: Die besten LGBT-Filme und -Serien des Jahres]
© Universal Pictures

Donnerstag (24.09.2026) | 3:30 Uhr | HR Fernsehen
Der Kommissar und die Alpen – Staub und Schatten
TV-Krimi (Italien 2018)
Rocco Schiavone und die Questura bekommen auf Anordnung von ganz oben Verstärkung. Ausgerechnet der Vice-Questore muss jetzt sein geräumiges Büro räumen – und das trotz seiner erfolgreichen Arbeit unter schwersten Bedingungen! Als die Leiche einer unbekannten Transfrau am Flussufer gefunden wird, ist Rocco eigentlich beleidigt – sollen doch Italo, Caterina und die anderen den Fall alleine lösen! Dass es kaum verwertbare Spuren gibt, macht den erfahrenen Ermittler misstrauisch. Wird da etwas vertuscht?
© Beta Film/ ARD Degeto
Donnerstag (24.09.2026) | 23:59 Uhr | ORF2
Der Boden unter den Füßen
Drama (Österreich 2019)
Lola (Valerie Pachner) ist Ende 20, Unternehmensberaterin und scheint die Anforderungen, die der Job an sie stellt, nahezu mühelos zu meistern. Sie ist ständig unterwegs zwischen Wien, wo sie in einer teuren und steril eingerichteten Wohnung kaum mehr als die Post holt und die Wäsche wechselt, und den Unternehmen, die sie gerade umstrukturiert. Ein Leben, das aus langen Tagen im Büro, teuren Restaurants und kurzen Nächten in anonymen Hotelzimmern besteht.
Ihr Privatleben scheint Lola ähnlich fest im Griff zu haben wie ihr ehrgeiziges Berufsleben. Die Beziehung zu ihrer Teamleiterin Elise (Mavie Hörbiger) hält sie geheim, und von der Existenz ihrer älteren Schwester Conny (Pia Hierzegger), die an Schizophrenie leidet, weiß niemand etwas.
Die QUEERmdb-Leserinnen bewerteten das österreichische Psychodrama bei der Abstimmung zum besten LGBT-Film 2019 mit 6.9/10. Der DRAMAqueen USERaward ging in diesem Jahr an die lesbische Historienkomödie THE FAVOURITE – INTRIGEN UND IRRSINN. Die weiteren Platzierungen findest Du hier.
QUEERfaktor: 4/10
Ich schau an mir herunter
Und kann mich gar nicht sehen
Ich kann mich fortbewegen
Und kann nicht richtig gehen
Was ist aus mir geworden
Seit Du mich hast gekannt
Ich bin mit mir seit gestern
Nur noch entfernt verwandt
Als Du auf mich geblickt hast
War alles leicht zu sehen
Mehr gibt’s nicht zu erklären
Mehr gibt’s nicht zu verstehen
[Die besten LGBT-Filme und -Serien in den Mediatheken]
© Salzgeber/ ORF
Primetime
Mittwoch (23.09.2026) | 20:15 Uhr | Tele 5
Marsland – Kein Ort zum Überleben
Science-Fiction (USA 2015)
In einer fernen Zukunft ist die Erde so gut wie zerstört und die Menschheit ist dem Untergang geweiht. Doch Jahrzehntelange Expeditionen zum Mars haben dort zwei Kuppeln entstehen lassen, in denen ein Fortbestehen möglich ist.
QUEERfaktor.de
Mitten im Mars-Chaos versucht Ellie (Arianna Afsar) zwischen familiären Erwartungen und dem drohenden Untergang der Kolonie halbwegs bei sich zu bleiben. An ihrer Seite ist Ida (Chloe Farnworth) – ruhig, loyal, eindeutig mehr als nur „eine Freundin“. Viel Raum bekommen die beiden nicht. Ihre Geschichte ist eher ein leiser Kontrapunkt zur Katastrophe. Aber gerade dieses Selbstverständliche macht den Reiz aus: zwei junge Frauen, die sich lieben, während um sie herum alles auseinanderzufallen droht.
P.S.: Bei unseren Kolleg:innen steht, dass Ellies Mutter Miranda lesbisch ist. Das stimmt aber nicht. #justsaying #nofront 🙂
[Die besten queeren Science-Fiction-Filme]
© The Asylum

Primetime
Mittwoch (23.09.2026) | 20:15 Uhr | ARTE
Eine ganz private Affäre
Krimi (Frankreich/ Kanada 2002)
Der alleinstehende Privatdetektiv François Manéri ermittelt im Fall der verschwundenen Studentin Rachel Siprien. Da die junge Frau seit sechs Monaten unauffindbar ist, hat die Polizei den Fall bereits aufgegeben. François ist einverstanden, sich im Auftrag von Rachels Mutter eine Woche lang der Suche zu widmen, mehr nicht.
Die Befragung von Rachels Stiefvater, der Nachbarn und des Ex-Freundes zeichnen das Bild einer geheimnisvollen und unberechenbaren jungen Frau. Die offenbar zwischen zwei Welten pendelte: jener ihres wohlhabenden Elternhauses und dem düsteren Milieu eines Swingerclubs. François verstrickt sich bald in ein Netz gefährlicher Bekanntschaften, wozu auch seine verheiratete Geliebte gehört. Die Auffindung von Rachels Leiche löst neue Fragen aus, und François sieht sich vor die Wahl gestellt: aufgeben oder weiterforschen… Eine Schlüsselfigur könnte Rachels beste Freundin Clarisse (Marion Cotillard) sein, mit der François eine Beziehung eingeht.
EINE GANZ PRIVATE AFFÄRE ist der Auftakt einer französischen Kriminalfilm-Trilogie von Guillaume Nicloux (DIE NONNE (2013)) – mit Marion Cotillard noch vor ihrem internationalen Durchbruch. 2003 folgte das queere Krimidrama IM SCHATTEN DER WÄLDER (2003), 2006 der bei den Zuschauern durchgefallene LIU SAN – WÄCHTER DES LEBENS.
[Die besten queeren Science-Fiction-Filme]
© Little Bear/ TF1 Films Production
Mittwoch (23.09.2026) | 22:00 Uhr | SWR Fernsehen
Tatort: National Feminin ♀♀
TV-Krimi (Deutschland 2020)
Im Göttinger Stadtwald wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Identität der Toten setzt das Team um Charlotte Lindholm und Anaïs Schmitz unter großen Druck: Marie Jäger, eine kluge und attraktive Jura-Studentin, war mit ihrem erfolgreichen Blog „National feminin“ ein Star der jungen, rechten Szene und Aushängeschild der „Jungen Bewegung“.
In den sozialen Netzwerken beginnt eine unkontrollierbare Stimmungsmache gegen die Polizei, gegen den Staat, gegen die Demokratie. Wurde Marie von einem unbekannten Stalker getötet, war es eine politisch motivierte Tat – oder hat der Mord doch etwas mit ihrem engsten Freundeskreis zu tun?
© NDR/ Das Erste
Dienstag (22.09.2026) | 23:00 Uhr | ZDFneo
Besser geht’s nicht
Komödie (USA 1997)
Der alternde Schriftsteller Melvin Udall (Jack Nicholson) ist kein Mensch, dem man gerne auf der Straße begegnet. Was auch nicht sehr oft vorkommt, denn der von Zwangsneurosen geplagte Misanthrop zieht es vor, einen Großteil des Lebens im Schutze seines New Yorker Apartments zu verbringen, das er nur verlässt, um in seinem Stammlokal das tägliche Mittagessen einzunehmen. Dort arbeitet die Kellnerin Carol Connelly (Helen Hunt), alleinstehende Mutter eines kleinen, an Asthma erkrankten Jungen. Trotz des anstrengenden, oft frustrierenden Alltags versucht sie, ihren Mitmenschen mit Güte und Nachsicht zu begegnen – was bei einem unausstehlichen Zeitgenossen wie Melvin schwer fällt, der mit beleidigenden, menschenverachtenden Äußerungen auffällt.
Besonders deutlich zu spüren bekommt das Melvins Nachbar Simon Bishop (Greg Kinnear), ein sensibler Maler, der seine queere Identität offen auslebt und von dem störrischen Autor regelmäßig beschimpft wird. Doch als Simon eines Tages von einer Jugendbande überfallen und schwer verletzt wird, ist es ausgerechnet Melvin, der widerwillig die Obhut von dessen Schoßhündchen Verdell übernimmt. Überraschenderweise entwickelt sich zwischen dem kleinen Hund und seinem neuen Herrchen bereits nach kurzer Zeit eine herzliche Freundschaft, und es fällt Melvin spürbar schwer, das Tier an Simon zurückzugeben, als der nach einem längeren Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause kommt.
© Sony Pictures

Montag (21.09.2026) | 22:00 Uhr | HR Fernsehen
Tatort: Donuts
TV-Krimi (Deutschland 2023)
In Bremerhaven, einem der größten Automobilumschlaghäfen Europas, auf einem der Autoterminals wird eine Leiche gefunden – der Bereichsleiter der Fahrer liegt tot im Kofferraum eines Autos.
Das Bremer Ermittler-Team mit Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) und Linda Selb (Luise Wolfram) nimmt die Ermittlungen auf und wird vom Bremerhavener Kollegen Robert Petersen (Patrick Güldenberg) unterstützt. Dabei stoßen sie auf Marie Gheorghe Rusu und Oleg Rusu.
Die drei Autotuner lassen heimlich Wagen mitgehen für nächtliche Rennen, messen sich beim „Donuts“ drehen, wenn das Auto mit qualmenden Reifen im Kreis schliddert. Eines der Fahrzeuge entpuppt sich als ganz besonders brisant.
Liv Moormann ist schnell mittendrin in der Auto-Tuning-Szene – und als gebürtige Bremerhavenerin begegnet sie nicht nur vergessenen Freunden, sondern wird auch mit der eigenen Familie konfrontiert.
© Das Erste/ Radio Bremen

TV-Premiere
Montag (21.09.2026) | 23:35 Uhr | ARTE
Jaripeo – Queere Cowboys im Macholand Mexiko
TV-Dokumentation (Mexiko/ USA/ Frankreich 2026)
Jedes Jahr zu Weihnachten wird im mexikanischen Penjamillo in der ländlichen Region Michoacán das traditionelle Jaripeo-Rodeo ausgetragen. Hier werden Nostalgie und klassische männliche Ideale zelebriert: Einheimische feiern gemeinsam mit heimgekehrten Migranten aus den USA die lokale Cowboykultur. Das Ereignis erinnert die Diaspora daran, was es auf dem mexikanischen Land „heißt, ein Mann zu sein“.
Doch bei genauerer Betrachtung wird allmählich eine andere Wirklichkeit sichtbar: flüchtige Berührungen, vielsagende Blicke und heimliche Treffen im Wäldchen hinter der Arena. Das Rodeo ist der Treffpunkt einer geheimen, queeren Subkultur.
Der Filmemacher Efraín wuchs in Penjamillo und im kalifornischen Riverside auf. Er stellt die Welt des Jaripeo vor und verbindet dabei seine persönlichen Erfahrungen mit Geschichten, die ihm in Penjamillo erzählt wurden. In Super-8-Aufnahmen, inszenierten Erinnerungen und in der Tradition des Direct Cinema hinterfragt dieser Film die Männlichkeitsbilder des Jaripeo.
Beim weihnachtlichen Jaripeo trifft Efraín die beiden anderen Hauptfiguren: Noé ist ein machohafter schwuler Cowboy, der seine Sexualität noch größtenteils geheim hält. Joseph ist eine schillernde Diva und ein großer Jaripeo-Fan, der in seiner Community sehr beliebt ist. Die Begegnungen der drei führen Efraín auf eine Reise der Selbsterkenntnis. In seinen Begegnungen mit Noé und Joseph treten die vielschichtigen und komplexen Persönlichkeiten der Protagonisten zutage.
Der Film lief in der offiziellen Auswahl des Sundance Film Festivals 2026 und in der Auswahl für den Publikumspreis in der Sektion Panorama bei der Berlinale 2026.
[LGBT-Filme und -Serien aktuell in den Mediatheken]
© Jaripeo Documentary LLC

Sonntag (20.09.2026) | 2:45 Uhr | BR Fernsehen
Wie bedroht ist die queere Community?
TV-Dokumentation (Deutschland 2026)
Bunte Outfits, Musik, Glitzer – doch hinter dem CSD steckt mehr als nur eine Parade. PULS-Reportage-Reporterin Leah Nlemibe begleitet die Demonstration der queeren Community: Wie bedroht ist sie und wie sieht echte Unterstützung aus?
[LGBT-Dokumentationen in den Mediatheken]
© BR/ ARD Mediathek

Samstag (19.09.2026) | 3:05 Uhr | ZDF
Tarot – Tödliche Prophezeiung
Horror (USA 2024)
Beim Lesen von Tarotkarten gibt es eine unantastbare Regel: Benutze niemals die Karten von jemand anderem. Als eine Gruppe von Freunden genau mit diesem Gebot leichtsinnig bricht und sich mithilfe von verfluchten Karten ihre Zukunft vorhersagt, entfesseln sie unbewusst eine unaussprechliche böse Macht, die im Tarot eingesperrt war. Nun ereilt eine Person nach der anderen das Schicksal, das die Karten prophezeit haben, und das Rennen, um der tödlichen Zukunft zu entkommen, beginnt.
QUEERfaktor: 2/10 (SPOILERalarm!)
Paige (Avantika) und Elise (Larsen Thompson) sind das einzige Paar des Films. Die beiden anderen Hetero-Paare sind getrennt oder tot vor dem ersten Kuss. Leider schlägt der Kill-The-Lez-Trope wieder zu und Elise muss als erstes sterben. Die Enby-Figur Paxton (Jacob Batalon) hält länger durch. Ist sie das Final Girl?
[Die besten queeren Horrorfilme]
© Sony Pictures

Samstag (19.09.2026) | 22:00 Uhr | RBB Fernsehen
Basic Instinct
Erotikthriller (USA 1992)
Der abgehalfterte Polizist Nick Curren (Michael Douglas) verfängt sich gnadenlos in den Fängen der charismatischen Schriftstellerin Catherine Tramell (Sharon Stone). Die attraktive, queere Frau entwirft offenbar nicht nur in ihrer Eigenschaft als Krimiautorin brutale Mordszenarien. Vielmehr zeigt sich nach einiger Zeit: bei den Romanen handelt es sich um Nacherzählungen realer Vorkommnisse. Der Thriller von Paul Verhoeven (BENEDETTA (2021)) machte Sharon Stone über Nacht zur Ikone. Proteste verschiedener Bewegungen und Interessensgruppen begleiteten bereits die Dreharbeiten.
QUEERfaktor
„Was einst CRUISING (1980) bei den Schwulen auslöste, entzündete ein gutes Jahrzehnt später BASIC INSTINCT bei Lesben: eine innige Hassliebe zu einem Film, der wirklich alle bösen Lesbenklischees auffährt und dabei so gut gemacht ist, extrem attraktive Darstellerinnen und so viel lesbische Erotik bietet, dass das lesbische Publikum leidenschaftlich gespalten war.“ (Out Im Kino – Das lesbisch-schwule Filmlexikon, Manuela Kay und Axel Schock, Queerverlag)
[Die besten queeren Erotikfilme]
© Scotia International Filmverleih
Freitag (18.09.2026) | 2:05 Uhr | ZDFneo
L’Immensità – Meine fantastische Mutter
Dramedy (Italien/ Frankreich 2022)
Im Rom der 1970er-Jahre sehnt sich die zwölfjährige Adri danach, ein Junge zu sein. Überzeugt davon, dass sie „falsch“ geboren wurde, sucht sie sowohl spirituell als auch außerirdisch Beistand.
Adris Verunsicherung wegen ihres Körpers und ihrer Identität wird durch die Schönheit ihrer Mutter Clara verstärkt. Dabei hat die gebürtige Spanierin angesichts von Heimweh sowie der Untreue ihres Ehemanns Felice selbst mit einer schwierigen psychischen Belastung zu kämpfen.
Die toxische Ehekrise von Clara und Felice spitzt sich schließlich aufgrund einer schwerwiegenden Enthüllung zu. Auch Adri und ihre jüngeren Geschwister Gino und Diana bleiben davon nicht unberührt – wobei Adri eine neue Sensibilität für die Mental-Health-Probleme ihrer Mutter entwickelt und zu ihrer stillen Verbündeten wird.
Abseits ihrer Familie macht Adri erste Liebeserfahrungen mit dem Roma-Mädchen Sara, das sie beim heimlichen Besuch einer baufälligen Arbeitersiedlung kennenlernt. Dabei lebt Adri unter dem Pseudonym Andrea erstmals ihren Traum aus, ein Junge zu sein.
In seinem mit großen Bildern inszenierten Drama L’IMMENSITÀ verarbeitet der italienische Filmemacher Emanuele Crialese lose Erinnerungen an seine eigene Kindheit in Rom. Im Zuge der Premiere des Films bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2022 machte der zu diesem Zeitpunkt 57-jährige Regisseur erstmals seine Transidentität publik, wobei er in seinem privaten Umfeld bereits seit seinen frühen Zwanzigern offen als Transmann lebte.
In L’IMMENSITÀ gibt die jugendliche Hauptdarstellerin Luana Giuliani ihr Schauspieldebüt an der Seite von Oscarpreisträgerin Penélope Cruz (PARALLELE MÜTTER). Vor ihrem Casting war Giuliani als Nachwuchsrennfahrerin im Motorradsport erfolgreich.
Der vor einer italienischen Sommerkulisse in Rom und am Mittelmeer gedrehte Kinofilm ist immer wieder von zum Teil in Musicalform eingebundenen Italo-Schlagern untermalt, von denen einer titelgebend für den Film war.
[LGBT-Filme in den Mediatheken]
© Prokino Filmverleih/ ZDF

Donnerstag (17.09.2026) | 2:20 Uhr | ZDFneo
How to Have Sex
Drama (Großbritannien/ Griechenland 2023)
Nach ihrer Abschlussprüfung fährt Tara mit ihren Freundinnen Em und Skye zum Partyurlaub nach Kreta. Dort will Tara endlich ihr erstes Mal erleben. Mit Badger hat Tara bald schon den in ihren Augen Richtigen gefunden, doch die beiden finden nicht zusammen. Als sich Tara stattdessen auf Badgers Kumpel Paddy einlässt, fühlt sich für sie plötzlich nichts mehr richtig an
Schnell gelingt es ihr jedoch, nicht nur das Vertrauen des vernachlässigten Jannik zu gewinnen. Sogar dessen pubertierende Schwester Merle (Maya Lauterbach) findet die geradlinige Seniorin cool. Auch Karins schwuler Freund Gerhard (Heiner Lauterbach), den sie zur Großelternagentur mitgeschleppt hat, behauptet sich wesentlich besser als erwartet. Der vereinsamte Ex-Mediziner will dem liebenswerten Patenenkel Viktor helfen, sich in der Schule und im Leben zu behaupten.
QUEERfaktor: 2.5/10
Eine der drei Freundinnen, Em (Enva Lewis), ist lesbisch und fängt im Hintergrund etwas mit einer Urlaubsbekanntschaft, Tomboy Paige (Laura Ambler), an. Aber viel sieht man dazu nicht.
TRIGGERwarnung
Der Film thematisiert eine Vergewaltigung auf eine sehr problematische Weise. Es passiert und ist egal. Regisseurin und Drehbuchautorin Molly Manning Walker lässt es geschehen und setzt sich damit hinterher nicht mehr explizit auseinander.
© MUBI/ ZDF
Primetime
Donnerstag (17.09.2026) | 20:15 Uhr | RBB Fernsehen
Enkel für Anfänger
Komödie (Deutschland 2020)
Karin (Maren Kroymann) fällt im Ruhestand die Decke auf den Kopf. Ihr Ehemann Harald spart lieber auf einen Treppenlift, als mit Karin endlich auf Überseereisen zu gehen. Um Frische in ihr Leben zu bringen, folgt die topfitte Seniorin dem Beispiel ihrer flippigen Schwägerin Philippa (Barbara Sukowa), die junge Eltern ehrenamtlich als Leih-Oma unterstützt. Anders als Philippa, von Beruf Erzieherin und Oma, hat Karin wenig Praxiserfahrung mit Kindern.
Schnell gelingt es ihr jedoch, nicht nur das Vertrauen des vernachlässigten Jannik zu gewinnen. Sogar dessen pubertierende Schwester Merle (Maya Lauterbach) findet die geradlinige Seniorin cool. Auch Karins schwuler Freund Gerhard (Heiner Lauterbach), den sie zur Großelternagentur mitgeschleppt hat, behauptet sich wesentlich besser als erwartet. Der vereinsamte Ex-Mediziner will dem liebenswerten Patenenkel Viktor helfen, sich in der Schule und im Leben zu behaupten. QUEERfaktor: 2.5/10
[Trailer auf unserem YouTube-Kanal]
© Constantin Film

Donnerstag (17.09.2026) | 14:30 Uhr | RBB Fernsehen
Liebe Zartbitter
TV-Drama (Deutschland 2003)
Nachdem die fesche Bayerin Lena Mayerhofer (Christine Neubauer) ihren zukünftigen Ehemann beim Seitensprung mit ihrer Brautjungfer erwischt hat, flüchtet sie nach Berlin, um dort die alteingesessene Backstube ihrer Tante Käthe zu übernehmen. Ihr bester, schwuler Freund Donald (Markus Hering, rechts) steht ihr mit Rat und Tat zur Seite.
[Die besten LGBT-Filme und -Serien auf Deutsch]
© NFP/ Das Erste
Mittwoch (16.09.2026) | 0:50 Uhr | ARTE
Berlin Alexanderplatz
Krimidrama (Deutschland 2020)
Als Francis (Welket Bungué), einziger überlebender Flüchtling einer Überfahrt aus Afrika, an einem Strand in Südeuropa erwacht, schwört er einen Eid auf den lieben Gott: Von nun an will er ein neuer, besserer und anständiger Mensch sein. Bald darauf findet sich Francis in Berlin wieder, wo ihm klar wird, wie schwer es ist, rechtschaffen zu sein, wenn man als „illegaler“ Flüchtling in Deutschland ist – ohne Papiere und ohne Arbeitserlaubnis.
Umso verlockender ist das Angebot des charismatischen Deutschen Reinhold (Albrecht Schuch), leichtes Geld im Drogendealen zu verdienen. Zunächst widersteht Francis der Versuchung und kämpft sich als Schwarzarbeiter auf einer Baustelle am Berliner Alexanderplatz durch. Doch als es dort zu einem blutigen Streit kommt, flieht Francis und findet schließlich bei Reinhold ein neues Zuhause. Die beiden Männer entwickeln eine enge, aber auch zerstörerische Freundschaft. Francis wird Teil von Reinholds Geschäften – und gerät so immer mehr auf die schiefe Bahn.
QUEERfaktor.de: 3/10
Ähnlich wie Frauke Finsterwalder in ihrem Film SISI & ICH (2023) haben auch Burhan Qurbani (SHAHADA (2010)) und sein Co-Autor Martin Behnke einen historischen Stoff um eine queere Perspektive erweitert. Alfred Döblins berühmter Roman BERLIN ALEXANDERPLATZ von 1929 erzählt seine Geschichte noch in klar heteronormativen Mustern – Muster, die die Neuverfilmung sprengt. In Interviews betont der Qurbani, dass er diese ambivalente Beziehung zwischen Francis und Reinhold bewusst mit erotischer Energie aufgeladen hat, um Macht, Abhängigkeit und Begehren zugleich zu thematisieren. Wie bei Irma und Sisi durchbricht die Anziehung nie den Subtext und wirkt eher einseitig. Als Francis sich in die Prostituierte Mieze (Jella Haase) verliebt und Reinhold zu entgleiten droht, setzt dieser Hebel in Bewegung, ihn wieder an sich zu binden. Neben dieser Konstellation treten explizit queere Figuren auf, etwa der schwule Gangsterboss Pums (Joachim Król) oder die trans Frau Berta (Nils Verkooijen), die mit Reinhold verheiratet ist. Damit gehen Qurbani und Behnke weiter als Finsterwalder.
Insgesamt lässt sich sagen: BERLIN ALEXANDERPLATZ ist kein klassischer Queerfilm, macht queere Identität und Spannung aber zu einem wichtigen Bestandteil seiner Geschichte und seiner gesellschaftskritischen Aussage. Wer nach queeren Momenten und Ambivalenzen sucht, wird reichlich fündig; wer eine ausschließlich auf LGBT-Themen fokussierte Geschichte erwartet, findet diese hier nicht.
[Die besten queeren Filme in den Mediatheken]
© Sommerhaus Filmproduktion/ ZDF
Montag (14.09.2026) | 1:20 Uhr | ZDF
The Apprentice – The Trump Story ♂♂ H A CO
Biopic (Kanada, Dänemark, Irland 2024)
In den 1970er-Jahren steht Donald Trump (Sebastian Stan) am Anfang seiner Karriere. Wie sein Vater möchte er in der New Yorker Immobilienbranche erfolgreich sein. Daher sucht er den Kontakt zum (heimlich) schwulen Mafia-Anwalt Roy Cohn (Jeremy Strong), der in Wirtschaft und Politik sehr gut vernetzt ist.
Der erfolgreiche Narzisst wird zu Trumps Mentor und zeigt ihm nicht nur wie man Macht erlangt, sondern vor allem, wie man sie einsetzen kann. Der Schüler zeigt sich äußerst gelehrig und startet eine einzigartige Karriere, die ihn bis an die Spitze der USA führt.
Der biografische Film erhielt zahlreiche Preise und Nominierungen, unter anderem auch bei den Academy Awards. Im Vorfeld versuchte der heutige Präsident die Veröffentlichung erfolglos zu verhindern.
© DCM

Sonntag (13.09.2026) | 23:30 Uhr | ZDFinfo
Verbotene Bücher – Kulturkampf in den USA
TV-Dokumentation (Deutschland 2026)
Im Oktober 2021 veröffentlicht Matt Krause, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Texas, eine Liste mit 850 Büchern, die von den Schulen auf „obszöne“ und „rassistische“ Inhalte überprüft werden sollten. Die meisten der beanstandeten Titel behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität. Er fordert, dass Schülerinnen und Schüler vor allen, was bei ihnen „Unbehagen“ oder „Schuldgefühle“ hervorrufen könnte, geschützt werden müssten – indem man solche Bücher aus den Schulbibliotheken entferne. Selbst ernannte Elternrechtsgruppen wie die ultrakonservativen „Moms for Liberty“ haben seitdem landesweit die Propagandatrommel gerührt. Immer mehr Bücher wurden beanstandet, immer gezielter wurden diese Attacken koordiniert. Inzwischen sind Tausende Bücher aus Schulbibliotheken verbannt worden.
Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die nur ihren Job machen – Kindern Zugang zu einer breiten, altersgerechten Auswahl an Literatur zu verschaffen – sehen sich Diffamierung und Drohungen ausgesetzt, online und im täglichen Leben. Trotzdem haben viele von ihnen nicht klein beigegeben und Widerstand geleistet, sich organisiert und gekämpft. Dafür haben sie teilweise mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlt. Die Dokumentation VERBOTENE BÜCHER erzählt die Geschichte dieser heldenhaften Kämpferinnen und Kämpfer. Gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger, die unerwartet zu Verteidigern der Demokratie geworden sind – und die alles riskieren, um die Grundrechte ihrer jungen Schützlinge zu bewahren.
[Die besten queeren Dokumentationen]
© ZDF
Sonntag (13.09.2026) | 22:30 Uhr | sixx
Mamma Mia!
Musical (USA 2008)
In der Musicalverfilmung MAMMA MIA! spielt Colin Firth, hetero und seit jeher Dauergast im Queer Cinema, einen von drei möglichen biologischen Vätern, die von Amanda Seyfried zur Hochzeit eingeladen wurden. Dass er schwul ist, hat ihn in seiner Jugend nicht davon abgehalten, mit Meryl Streep zu schlafen. Jetzt interessiert er sich nur noch für den schönen Petros (Juan Pablo Di Pace), der ab und zu durch das Bild huscht.
© Universal Pictures

Sonntag (13.09.2026) | 7:30 Uhr | One
Eine Sommerliebe zu dritt
TV-Drama (Deutschland 2016)
Die wohlgeordneten Moleküle einer Bilderbuchehe geraten durch eine Zufallsbekanntschaft in ein Chaos. Grund dafür ist ein Franzose, der eine Crêperie im Szeneviertel betreibt. Unverschämt offensiv flirtet Serge Jackie an. Der lässige Bretone hat etwas Verwegenes, das ihrem „Mann fürs Leben“ fehlt. Wie stark ihre Hormone in Wallungen geraten, merkt Martin, durch den neuen Job viel unterwegs, zunächst nicht. Er ist sich seiner Frau ohnehin absolut sicher und freundet sich ganz souverän mit Serge an. Jackie zögert allerdings noch, sich auf Serges Sinnlichkeit einzulassen, die inzwischen nicht mehr nur ihr gilt. Aber noch ist Martin nicht bereit, sich auf eine Ménage à trois ohne Tabus einzulassen …
[Die besten LGBT-Filme über Polyamorie]
© Bavaria Fiction/ ARD
TV-Premiere in der Primetime
Sonntag (13.09.2026) | 20:15 Uhr | sixx
Mean Girls – Der Girls Club
Komödie (USA 2024)
Schülerin Cady Heron wird an der Spitze der sozialen Nahrungskette willkommen geheißen von der Mädchen-Clique „The Plastics“, angeführt von Alpha-Blondine Regina George. Tina Feys Neuerfindung des modernen Klassikers GIRLS CLUB – VOSICHT BISSIG (2004).
[Trailer auf unserem YouTube-Kanal]
© Paramount

Samstag (12.09.2026) | 3:30 Uhr | Sat.1
Girls United VII – Tanz oder Stirb
Horrorkomödie (USA 2022)
2002 kommt es bei den Regionalmeisterschaften im Cheerleading zu einem Vorfall, bei dem die junge Cheerleaderin Saundra Pollock ihr Leben lässt. 20 Jahre später sind Cheerleader am Spielfeldrand der Elk Moore High School nach langem Verbot zwar wieder zugelassen, komplizierte Hebefiguren sind aber nach wie vor untersagt.
[Die besten queeren Horrorfilme]
© Syfy/ Universal

Samstag (12.09.2026) | 9:45 Uhr | ZDFinfo
Verbotene Liebe – Queere Opfer der NS-Diktatur
TV-Dokumentation (Deutschland 2023)
Die Dokumentation beleuchtet drei Schicksale im Kontext des NS-Terrors: Elli Smula wurde als lesbische Frau verfolgt, Liddy Bacroff als „Transvestit“ von den Behörden schikaniert und Rudolf Brazda wegen seiner Liebe im KZ Buchenwald inhaftiert. Um ihre Geschichten zu erzählen, gehen der Schauspieler Jannik Schümann und die Aktivistinnen Julia Monro und Kerstin Thost auf Spurensuche in Archiven und sprechen mit Historikerinnen und Historikern. Sie erfahren, wie manche es trotz widrigster Umstände schafften, ihre Identität auszuleben und sich als queerer Mensch in der NS-Zeit zu behaupten.Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten endete die liberale Ära der 1920er-Jahre abrupt. Die „Seuche der gleichgeschlechtlichen Liebe“ sollte laut Naziideologie ausgerottet werden. SS-Chef Heinrich Himmler gründete die „Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung“ und erklärte queere Menschen zu Staatsfeinden.
Schon ab 1934 wurden nahezu alle Treffpunkte für queere Menschen durch die Nationalsozialisten zerstört. Razzien und Verhöre mit Folter gehörten zum Repertoire der Verfolger. Neben Polizei und Gestapo beteiligten sich auch Juristen und Mediziner an der Verfolgung von Minderheiten. Die Akten zeigen: Etwa 50.000 queere Männer wurden zwischen 1933 und 1945 wegen Verstößen gegen Paragraf 175 verurteilt. Ihr Weg führte nicht nur in die Zuchthäuser, sondern oft auch in die Konzentrationslager.
Die Verfolgung von Lesben und Transpersonen ist schwieriger nachzuzeichnen, da die Strafverfolgung in der NS-Justiz für sie keine eigene Kategorie vorsah. Doch auch für sie fand das Regime eigene Methoden der Verfolgung. Mit dem Ende des Nationalsozialismus blieb das Unrecht, das man queeren Menschen und Transpersonen angetan hatte, lange ungesühnt. Denn sie blieben auch nach 1945 gesellschaftlich unerwünscht. Erst 2023 wurde ihnen im Bundestag offiziell gedacht. Eine Entschädigung haben die meisten für das erlittene Unrecht nie erhalten.
Im Anschluss folgen die Dokumentationen VERBOTENE LIEBE – QUEERE SCHICKSALE IN DER NS-DIKTATUR (2024) und VERBOTENE LIEBE – QUEERE ÜBERLEBENDE DER NS-DIKTATUR (2026).
[LGBT-Dokumentationen in den Mediatheken]
© ZDF

4. TV-Ausstrahlung in diesem Jahr
Donnerstag (10.09.2026) | 14:30 Uhr | RBB Fernsehen
Mamas Flitterwochen
TV-Komödie (Deutschland 2008)
Hilde Reimer hat endlich den großen Schritt gewagt und ihre späte Liebe, den charmanten Theo, geheiratet. Aber kaum ist Theo zu ihr in die Reimersche Familienvilla gezogen, setzt Hilde das junge Glück aufs Spiel, als sie ihm nichts von ihren mysteriösen Schwindelanfällen erzählt. Sogar als sie beim Einkaufen umkippt und deshalb ihr Flugzeug in die Flitterwochen verpasst, verschweigt sie dem tief enttäuschten Theo ihre gesundheitlichen Probleme – kein Wunder, dass er beginnt, an ihrer Liebe zu zweifeln. Auch Hildes erwachsene Töchter haben mit Liebesproblemen zu kämpfen. Während Anja (Tina Ruland, r.) ihrer Freundin Karin (Gesine Cukrowski) nachtrauert, fühlen sich die Ehemänner von Regina und Susanne von ihren berufstätigen Powerfrauen vernachlässigt – und proben den Aufstand.
[LGBT-Filme in den Mediatheken]
© ARD Degeto/ Das Erste

Schweiz-Premiere
Donnerstag (10.09.2026) | 20:10 Uhr | SFR2
Better Man – Die Robbie Williams Story
Biopic (USA 2024)
Mit der Boyband Take That und als Solokünstler wurde Robbie Williams weltbekannt. BETTER MAN zeigt den Aufstieg des anfänglich 15-Jährigen in den Pop-Olymp und seine Achterbahnfahrt zwischen Glitzerleben und Selbstzweifeln, persönlichen Krisen und seinem Kampf gegen die Drogensucht.
Durch seine Lebensgeschichte führt Robbie Williams selbst – in der Gestalt eines CGI-Schimpansen.
QUEERfaktor.de: 1/10
Die Geschichte von Take That und also Robbie Williams nahm ihren Anfang in Schwulenclubs, wo sie ihr ersten Auftritte hatten. Ihr schwuler Manager Nigel Martin-Smith (Damon Herriman) verpasste Robert seinen Künstlernamen und den Jungs einen queeren Look. Das unterschied sie vom Vorbild NKOTB. Dass sie arschfrei performt haben, glaube ich weniger. BETTER MAN nutzt die Szene als ironischen Kommentar, als der Vorwurf gegenüber Williams laut wird, er würde wegen seiner vermasselten Choreos die Jungs wie Clowns dastehen lassen. Später folgen ein paar queere Hints, viel kommt da allerdings nicht zusammen.
Warum Williams seine Boyband peinlich fand, wird nicht vertieft. Dass man ihn für schwul hielt, war ihm egal. Nicht egal war, dass seine schwulen Freunde behaupteten, er sei im Bett ne Niete.
BETTER MAN gehörte völlig zurecht zu den Kinoflops 2025. Die Affen-Idee ist maximal lächerlich. Und obwohl viel Negatives erzählt wird, wirkt das Ganze wie eine selbstinszenierte Ego-Show. Williams das arme Opfer, Williams das Entertainment-Genie.
© Rocket Science/ TOBIS Film

Primetime
Mittwoch (09.09.2026) | 20:15 Uhr | Super RTL
Sweet Home Alabama – Liebe auf Umwegen
Komödie (USA 2002)
Melanie (Reese Witherspoon) hat ihren Mann Jake (Josh Lucas) und das Heimatkaff in Alabama verlassen, um in New York Karriere als Designerin zu machen. Als der Sohn der Bürgermeisterin (Patrick Dempsey) um ihre Hand anhält, gibt es ein kleines Problem: Sie muss sich erst von Jake scheiden lassen.
QUEERfaktor.de: 1/10
Queerstory in order of appearance: Ein hyperschwuler Designer (Nathan Lee Graham), ein stereotyper Lesbenwitz, eine kleine Coming-Out-Geschichte mit Ethan Embry und Happy End, und natürlich finden die einzigen Schwulen (angedeutet) zueinander.
© Touchstone Pictures

Dienstag (08.09.2026) | 23:10 Uhr | ZDFneo
Die Trauzeugen AG
Komödie (USA 2015)
Zehn Tage vor seiner Hochzeit steht Doug ohne Trauzeugen da. In seiner Not engagiert er Jimmy, Chef von „Best Man Inc.“ – einem Dienstleister für freundlose Bräutigame. Was als geschäftlicher Deal beginnt, wird zur verrückten Hochzeitsshow mit sieben falschen Freunden – und einer echten Bromance. Die Komödie unter der Regie von Jeremy Garelick zeigt Kevin Hart als charismatischen Trauzeugen auf Abruf, Josh Gad als schüchternen Bräutigam und Kaley Cuoco als anspruchsvolle Braut. Mit einer gelungenen Mischung aus Slapstick, Herz und überraschender Tiefe bietet der Film beste Unterhaltung für Fans charmanter Buddy-Komödien.
© Sony Pictures

Dienstag (07.09.2026) | 20:15 Uhr | WDR Fernsehen
Tatort: Schattenleben
TV-Krimi (Deutschland 2022)
Als die EX-Freundin von Julia Grosz (Franziska Weisz, l.), Ela Erol (Elisabeth Hofmann), die als verdeckte Ermittlerin des LKA die linksautonome Szene Hamburgs infiltrierte, spurlos verschwindet, macht sich Grosz auf die Suche nach ihr. Sie begibt sich unter falscher Identität in das hedonistisch-freiheitliche Milieu, in dem sich ihre Freundin allem Anschein nach verloren hatte.
[Die besten queeren Krimifilme]
© NDR
Queer Cinema
Montag (07.09.2026) | 3:25 Uhr | ZDFneo
Femme
Thriller (Großbritannien 2023)
Der Dragkünstler Jules wird Opfer einer homophoben Attacke des insgeheim schwulen Preston. Als Jules Preston unerkannt wieder begegnet, beginnt er ihn zu daten. Sein Ziel: Er will ihn outen. Um ein verstecktes Homevideo aufzunehmen, geht Jules ein hohes Risiko ein. Als sich Preston unerwartet in ihn verliebt, geraten auch Jules‘ Rachegefühle ins Wanken. Zwischen Vergebung und Vergeltung entscheidet sich Jules verhängnisvoll für eine Flucht nach vorne. Das mit einer Erotikthriller-Spannung aufgezogene, queere Love-and-Revenge-Drama erntete nach seiner Premiere bei der Berlinale weltweit Aufmerksamkeit bei Festivals und Preisverleihungen, wobei besonders die schauspielerischen Leistungen von Nathan Stewart-Jarrett und dem aufstrebenden Hollywoodstar George MacKay honoriert wurden, die unter anderem eine gemeinsame Auszeichnung bei den British Independent Film Awards 2023 erhielten.
QUEERfaktor: 7/10
Eine Besonderheit des Films stellt die schonungslos ambivalente Zeichnung der beiden Hauptfiguren dar, die von Täuschung und Selbsttäuschung geprägt ist. Gerade bei ihrem schwulen Protagonisten Jules wollte das queere Regieduo Sam H. Freeman und Ng Choon Ping hierbei auch bewusst mit Klischees brechen. FEMME basiert lose auf dem gleichnamigen, preisgekrönten Kurzfilm von Freeman und Ping, der mit Paapa Essiedu und Harris Dickinson bereits namhaft besetzt war.
George MacKay spielt die Schurken-Rolle, auf die er ein Dauer-Abo hat, Nathan Stewart-Jarrett schafft den Spagat zwischen Ballroom-Drag und Wannabe-Heteromacker nicht ganz so gut, Aaron-Königs-Lookalike John McCrea versucht es gar nicht erst und bleibt stereotyp as f*ck. FEMME lebt von seinem cleveren Drehbuch und MacKay, ganz klar. Das Thrillerdrama bedient beide Genres hervorragend, kickt mit viel Spannung und bringt einen dazu, den Täter zu bemitleiden. Sowas gehört eigentlich auf die große Leinwand, wenn man schon in eine Synchronfassung investiert. Stattdessen läuft es zur Schlafenszeit. Mit 3:25 Uhr hat FEMME nach drei Ausstrahlungen heute seinen bislang schlechtesten Sendeplatz.
[LGBTVscan 2025: Queere Sichtbarkeit hoch wie nie]
[LGBT-Filme in den Mediatheken]
© BBC Film/ ZDF
Montag (07.09.2026) | 2:20 Uhr | ZDF
Liberace
Komödie (USA 2013)
Durch einen Bekannten trifft Scott Thorson (Matt Damon) im Sommer 1977 zufällig einen Superstar: den Pianisten Liberace (Michael Douglas). Ihm liegt nicht nur in Las Vegas das Publikum zu Füßen. Doch die Beziehung der beiden nimmt bizarre Formen an, außerdem darf die Öffentlichkeit nichts von der sexuellen Neigung des Superstars erfahren.
Die faszinierende und tragische Liebesgeschichte basiert auf dem gleichnamigen Buch, das Scott Thorson 1988 veröffentlichte. Darin erzählt er detailliert von seiner jahrelangen Beziehung zu dem einst bestbezahlten Entertainer der Welt, der seine Homosexualität sogar vor Gericht verleugnete.
[Die besten LGBT-Filme in den Mediatheken]
© DCM/ ZDF

Montag (07.08.2026) | 0:05 Uhr | RBB Fernsehen
Polizeiruf 110: Black Box
Drama (Kanada/ Großbritannien/ Irland/ USA 2023)
Der 21-jährige Adam Dahl (Eloi Christ, r.) fährt nach einem Partywochenende in Berlin mit seinem Freund Tomi (Kai Müller, l.) im Zug zurück nach Magdeburg. Die beiden sind glücklich und verliebt. Doch die Stimmung kippt schlagartig, als Christof Oschmann zu dem jungen Paar ins Zugabteil steigt. Etwas wird in Adam ausgelöst – nicht genau zu benennen, wodurch. Aber es ist das, wonach Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch später verzweifelt sucht – das, was man „Trigger“ nennt. Adam Dahl erschlägt Christoph Oschmann. Später kann er nicht sagen, warum er das getan hat. Er weiß es einfach nicht. Er kennt den Mann noch nicht einmal.
[Die besten LGBT-Filme und -Serien aus Deutschland]
© MDR/ filmpool fiction

Primetime
Montag (07.09.2026) | 20:15 Uhr | ARTE
Darling
Drama (Großbritannien 1965)
Das junge Fotomodell Diana Scott trifft auf den Fernsehreporter und Schriftsteller Robert Gold. Beide fühlen sich stark zueinander hingezogen und verlassen ihre Ehepartner für eine leidenschaftliche Affäre.
Doch Dianas Ehrgeiz und Lebenshunger sind dadurch nicht lange gestillt. Auf dem Weg weiter nach oben soll ihr Miles Brand behilflich sein: Der clevere Marketingmanager verschafft Diana eine erste Filmrolle, die ihr Selbstbewusstsein erheblich steigert. Sie überwirft sich mit Robert und stürzt sich mit Miles Hals über Kopf ins High-Society-Leben in Paris …
Ihr weiterer Aufstieg scheint nach einer Italienreise gesichert: Als Diana dem höflichen Werben eines echten Prinzen nachgibt, wird sie zu einer internationalen Berühmtheit – aber ohne in ihrer royalen Ehe echte Liebe und Zuneigung zu erfahren. Bei einem letzten heimlichen Treffen mit Robert muss sie erkennen, dass ihr Verhalten diese wohl einzig aufrichtige Liebe für immer zerstört hat …
Der dritte Spielfilm von John Schlesinger wurde 1966 mit drei Oscars ausgezeichnet: für das beste Originaldrehbuch von Frederic Raphael, das beste Kostümbild in Schwarz-Weiß und die beste weibliche Hauptrolle. Mit DARLING wurde Hauptdarstellerin Julie Christie zum Star. Ihre ambivalente Antiheldin macht den Film zeitlos. Anlässlich seines 60-jährigen Jubiläums wurde er in einer neuen 4K-Restaurierung bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 aufgeführt.
John Schlesinger gehört zu den wichtigsten Vertretern der British New Wave der frühen 1960er Jahre. Seine Filme zeichnen sich durch realistische Figuren und gesellschaftskritische Themen aus. DARLING feierte seine Premiere 1965 beim Internationalen Filmfestival in Moskau.
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© Joseph Janni Production/ StudioCanal

Montag (31.08.2026) | 12:30 Uhr | MDR Fernsehen
Gloria, die schönste Kuh meiner Schwester
TV-Komödie (Deutschland 2018)
Bis auf eine lose Affäre mit dem herumreisenden Futtervertreter Gerd besteht das Leben der Brandenburger Bäuerin Jutta nur aus Arbeit – und ihrer Kuh Gloria. Gloria ist die schönste in ganz Brandenburg. Nun soll sie Miss Germany werden. Für Jutta ist Gloria Dreh- und Angelpunkt ihrer kleinen Welt, für ihren heimlich schwulen Bruder Thomas (Axel Prahl), der nach dem Tod des Vaters überraschend zu Besuch kommt, ist diese Hingabe höchst irritierend.
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TV-Premiere
Sonntag (30.08.2026) | 0:40 Uhr | ZDF
Saltburn
Psychothriller (USA 2023)
Der Oxford-Stipendiat Oliver wird zu einem dekadenten Sommer auf dem Anwesen seines Kommilitonen Felix eingeladen. Trotz sozialer Unterschiede heißt ihn die exzentrische Familie willkommen, doch nicht alle vertrauen ihm – Oliver begehrt mehr als nur ihren Luxus.
SALTBURN ist aus dem „Eat the Rich“-Genre nicht wegzudenken – die gefeierte schwarze Komödie der Oscar-Preisträgerin Emerald Fennell (PROMISING YOUNG WOMAN) wirft einen scharfen Blick auf Klassengefälle, sozialen Aufstieg und das Leben der britischen Elite.
Der mit Stars wie Barry Keoghan, Jacob Elordi (ON SWIFT HORSES), Rosamund Pike (I CARE A LOT) und Carey Mulligan (SHE SAID) hochkarätig besetzte psychologische Thriller wurde insbesondere in den Bereichen Szenenbild, Kostüm und Make-up mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Costume Designers Guild Award, und erhielt zahlreiche weitere Nominierungen, etwa bei den Golden Globe Awards und BAFTA Awards.
Als Hype in den sozialen Medien über einen obsessiven Underdog wurde SALTBURN für seine provokante Inszenierung und seinen psychologischen Ansatz gefeiert sowie kontrovers diskutiert.
QUEERfaktor: 7/10
SALTBURN kreist im Kern um eine obsessive Faszination, die Oliver für Felix entwickelt. Dabei bleibt ihre Beziehung in einer erotisch aufgeladenen Schwebe. Begehren, Eifersucht, sexuelle Projektion und der Wunsch nach Nähe vermischen sich mit sozialem Aufstiegsstreben und Macht. Eine explizite Liebesbeziehung entsteht daraus jedoch nicht.
„Du hast ihn aufgefressen und dann den verfluchten Teller abgeleckt.“ So bringt es Felix‘ Schwester Venetia treffsicher auf den Punkt. Und das zelebriert der Film nicht nur im übertragenen Sinne. Die Badewannenszene gehörte 2023 zu den ikonischsten und skurrilsten Momenten des Queer Cinema.
SALTBURN serviert Queerness durchaus nicht (nur) subtil. Felix’ Mutter erzählt bei einem Gespräch über die Partner(innen)suche ihrer Tochter beiläufig, sie sei selbst einmal lesbisch gewesen, habe sich dann aber dagegen entschieden: „Frauen sind so feucht, bei Männern ist alles schön trocken, Darling.“
Dass dieser Film keine einzige Oscar-Nominierung bekommen hat, beweist einmal mehr, wie überbewertet, langweilig und nichtssagend diese Veranstaltung ist.
SPOILERalarm
Natürlich hätte ich mich, wie jeder Mann, darüber gefreut, wenn sich Oliver und Felix wenigstens einmal geknutscht hätten – vom GV ganz zu schweigen. Aber. Es gilt die alte Weihnachtsweisheit: Vorfreude ist die schönste Freude. Man weiß nie, ob die Geschenke scheiße sind.
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© Amazon MGM Studios

Dienstag (11.08.2026) | 0:20 Uhr | ZDFneo
Der Pfau
Komödie (Deutschland 2023)
Eine Gruppe deutscher Investmentbanker macht für drei Tage einen Teambuilding-Workshop in den schottischen Highlands. Viele haben Angst um ihren Job. Andreas (Tom Schilling), der Skeptiker, Jim (Jürgen Vogel), der „Papa“, Bernhard (Serkan Kaya), der Humorlose und David (David Kross), der schwule Milchbubi. Zum Team gehören außerdem Teamleiterin Linda (Lavinia Wilson) samt Hund und die aus Köln-Nippes stammende Köchin Helen (Annette Frier). Als Coach ist Rebecca (Svenja Jung) anwesend, die angeblich den verhinderten Vincent – Lindas Wunschkandidaten – ersetzt.
QUEERfaktor.de: 1/10
David Kross ist verheiratet mit einem Mann – sagt er. Tom Schilling ist verheiratet, hat Kinder – sagt er. Tom Schilling ist heimlich in David Kross verliebt, was in einer Szene gipfelt, in der beide in einem Hot Tub chillen. Schilling flirtet, Kross hat Angst (vor einer Erektion).
[Trailer auf unserer Facebook-Seite]
© Tobis
Sonntag (12.07.2026) | 18:15 Uhr | ORF1 (Österreich)
Bullyparade – Der Film
Komödie (Deutschland 2017)
Zum 20-jährigen Jubiläum der BULLYPARADE schlüpfen Michael Bully Herbig, Rick Kavanian und Christian Tramitz noch einmal in die beliebtesten Charaktere der Show, darunter die schwule Besatzung des (T)Raumschiff Surprise und Kaiserin Sissi als Dragqueen.
© Warner Bros.

Sonntag (05.07.2026) | 22:35 Uhr | sixx
Fantasy Island
Horror (USA 2020)
Der geheimnisvolle Mr. Roarke (Michael Peña) lädt Gäste, die einen Wettbewerb gewonnen haben, auf die tropische Insel Fantasy Island ein, um ihnen dort ihre geheimsten Träume auf magische Weise zu erfüllen. So bekommt Brax (Jimmy O. Yang) heiße Muskelpakete in Speedos serviert. Er verbringt eine Nacht mit seinem Lieblingsbunny Alejandro (Josh Diaz), der allerdings
SPOILERalarm
am nächsten Tag erschossen wird. QUEERfaktor.de: 1/10
© Sony Pictures

10. TV-Ausstrahlung in diesem Jahr
Dienstag (30.06.2026) | 23:45 Uhr | WDR Fernsehen
Enkel für Fortgeschrittene
Komödie (Deutschland 2023)
Karin (Maren Kroymann) kehrt nach ihrem Jahr als Granny-Nanny in Neuseeland beschwingt nach Hause zurück. Das Fernweh ist fürs Erste gestillt, ihren Leuchtturm Harald (Günther Maria Halmer) vermisst sie regelrecht. Doch dass Karin ihren Gatten früher als geplant mit ihrer Rückkehr überrascht, hätte sie besser angekündigt. Denn: Harald hat ihre Abwesenheit nicht gänzlich alleine überbrückt. Ausgerechnet die Nachbarin Sigrid (Imogen Kogge) umsorgt den Strohwitwer. Rein platonisch.
Pikiert zieht Karin zu ihrem grantigen, schwulen Freund Gerhard (Heiner Lauterbach), um sich eine Auszeit von der Ehe zu nehmen. Ein neues Abenteuer muss zur Ablenkung her – gelegen kommt da der Hilferuf von Philippas (Barbara Sukowa) hochschwangerer Tochter Annika (Marie Burchard), die für ihren Schülerladen händeringend eine Vertretung sucht. Unbeeindruckt von Annikas anfänglichen Bedenken legen Karin, Philippa und Gerhard sofort los. Dass einen Streich spielen jetzt „pranken“ heißt, ist dabei nicht das einzige Learning für die lebenserfahrenen Betreuer. So lernt zum Beispiel Witwer Gerhard durch den spitzzüngigen Aydin (Ercan Durmaz), dass es für eine neue Liebe im Leben nie zu spät ist.
[Trailer auf unserer Facebook-Seite]
© StudioCanal/ Das Erste































