Das finnisch-schwedische Biopic TOVE zeigt uns die bisexuelle Künstlerin Tove Jansson vor ihrem Durchbruch mit den Mumin-Büchern in den 1940ern und 1950ern und wie sie sich zum ersten Mal unsterblich in eine Frau verliebt.
CICADA erzählt die teils autobiografische Liebesgeschichte eines traumatisierten Bi-Mannes und eines ungeouteten Afroamerikaners im queeren New York der Gegenwart.
Bruce La Bruce verkuppelt in seinem Inzestdrama SAINT-NARCISSE den selbstverliebten Domenic mit seinem Zwillingsbruder Daniel und gibt der Narziss-Mythologie eine neue Wendung. Doch vor Domenic liegt ein steiniger Weg, bis er mehr als nur Abbilder von sich vergöttern kann.
In der Romanverfilmung SOMMER 85 erzählt Regie-Workaholic François Ozon die Geschichte des 16-jährigen Alexis, der vom Draufgänger David vor dem Ertrinken gerettet wird. Die beiden verlieben sich und stürzen sich in eine leidenschaftliche Sommerromanze.
VENTO SECO ist ein Homoerotikdrama von Daniel Nolasco (MR. LEATHER (2019)) und portraitiert den schwulen Fabrikarbeiter Sandro, der besessen ist von dem wunderschönen, doch für ihn unerreichbaren neuen Kollegen Maicon. Sein Fickfreund Ricardo scheint bessere Chancen zu haben.
Oskar Roehler widmet sich in seinem neuen Biopic ENFANT TERRIBLE der schwulen Autorenfilmer-Legende Rainer Werner Fassbinder und zeigt sein künstlerisches Schaffen vom ersten Film bis zu seinem frühen Tod mit 37 Jahren.
THE LAWYER ist ein litauisches Liebesdrama, in dem der schwule Anwalt Marius den syrischen Flüchtling und Cam-Arbeiter Ali online kennenlernt. Der aufkeimenden Liebe zwischen den beiden steht eine unüberwindbare Distanz zwischen ihnen. Ali sitzt in Belgrad fest.
KOKON ist nach LOOPING der zweite Spielfilm von Leonie Krippendorff und begleitet die 14jährige Nora durch einen Sommer in Berlin, wo sie sich das erste Mal verliebt - in ihre Mitschülerin Romy (Jella Haase).
Im pinkgewashten Remake des Fantasyklassikers DER HEXENCLUB zaubern sich vier Teenagerinnen die (Männer-)Welt, wie sie ihnen gefällt. Unter ihnen die transsexuelle Lourdes, die der Abwechslung wegen von einer transsexuellen Schauspielerin verkörpert wird.
Niemals zuvor hat ein kleiner Partikel die Filmwelt so auf den Kopf gestellt wie Corona. Monatelange Kino-Lockdowns, eingestellte Dreharbeiten, Existenzbedrohung der Künstler auf der einen Seite, Streaming-Rekorde und Digitalisierung auf der anderen. Was für Auswirkungen hat das auf das Queer Cinema und die Qualität der Filme? Wie jedes Jahr schauen wir zurück auf eure Favoriten und zeichnen die beliebteste LGBT-Produktion mit eurem DRAMAqueen USERaward 2020 aus.