Hier findest du die wichtigsten Kinostarts von Filmen mit schwuler, lesbischer, bi-, trans- oder queerer Thematik.
Die Liste wird ständig aktualisiert und chronologisch geordnet - die aktuellsten LGBT-Filme mit bundesweiter Kino-Veröffentlichung stehen oben.
Ältere Queer-Cinema-Produktionen bleiben so lange in der Liste, bis sie eine eigene QUEERmdb-Filmseite haben. Es kann also sein, dass ein Film nicht mehr in deinem Lieblingskino läuft. Bei kleineren Produktionen lohnt es sich, die Vorstellung in der Startwoche zu besuchen, da sie oft schneller wieder aus den Kinos verschwinden als die Blockbuster.
Special Screenings wie die Queerfilmnacht sind nicht berücksichtigt.
Kinostart: 23. April 2026
Zwischen uns das Meer ♂♂♀, ♂♂
Liebesdrama (Frankreich/ Belgien/ Marokko/ Katar 2024)
Marseille, Anfang der 1990er Jahre. Der 27-jährige Nour ist illegal aus Marokko nach Frankreich gekommen. Gemeinsam mit Freunden schlägt er sich mit Gelegenheitsjobs und kleinen Geschäften durch. Zwischen Hoffnung, Nachtleben und dem permanenten Gefühl der Unsicherheit lebt er ein Leben am Rand der Gesellschaft - zugleich frei und fragil.
Als Nour Serge begegnet, einem charismatischen und zugleich unberechenbaren Polizisten, verändert sich sein Leben grundlegend. Serge bewegt sich zwischen Macht und Schutz, Nähe und Kontrolle. Durch ihn lernt Nour auch dessen Frau Noémie kennen. Zwischen den drei entsteht eine Beziehung, die alles in Bewegung bringt: ein Geflecht aus Begehren, Abhängigkeit und Sehnsucht. Über ein Jahrzehnt hinweg begleitet der Film Nour durch Liebe, Verlust, Freundschaft und das langsame Erwachsenwerden im Exil. Während Marseille zur pulsierenden Bühne seiner Erfahrungen wird, muss er erkennen, dass Exil nicht nur ein Ort, sondern ein Zustand ist – und dass Zugehörigkeit manchmal weniger mit Ländern zu tun hat als mit Menschen.
ZWISCHEN UNS DAS MEER ist ein emotionaler, sinnlicher und lebensbejahender Film über Migration, Identität und die uns alle bewegende Frage: Was bedeutet es, irgendwo anzukommen? (ImmerGuteFilme)
Kinostart: 9. April 2026
The History of Sound ♂♂, ♂♂♀
Historiendrama (USA/ Großbritannien/ Schweden/ Italien 2025)
Im Jahr 1917 verschlägt es den zurückhaltenden und talentierten Musikstudenten Lionel vom ländlichen Kentucky an die Ostküste, wo er am Boston Conservatory seinen charmanten und selbstbewussten Kommilitonen David kennenlernt. Über ihre gemeinsame, tief empfundene Liebe zu traditioneller Folk-Musik kommen sich die beiden näher, doch dann wird David als Soldat eingezogen.
Einige Jahre später erreicht Lionel ein Brief, in dem David seinen Freund bittet, ihn auf einer Reise durch die Wälder von Maine zu begleiten. Die beiden Männer teilen nicht nur Momente inniger Zweisamkeit, sondern entdecken in ländlichen Gemeinden auch fast in Vergessenheit geratene Folk-Musik. Das sehnlich erwartete Wiedersehen, ihre leidenschaftliche Liebesgeschichte und die von ihnen gesammelte und bewahrte Musik werden den Verlauf von Lionels Leben für immer prägen.
Für THE HISTORY OF SOUND konnte Regisseur Oliver Hermanus, der für sein Coming-Out-Drama MOFFIE mit dem DRAMAqueen USERaward 2021 für den besten Gay-Film des Jahres ausgezeichnet wurde, zwei der begehrtesten jungen Schauspieler unserer Zeit gewinnen. Der Oscar®-nominierte Paul Mescal (ALL OF US STRANGERS) und Emmy- und Golden-Globe-Gewinner Josh O’Connor (GOD'S OWN COUNTRY) brillieren in dieser zarten, berührenden Liebesgeschichte voller Musik und Melancholie, für die Drehbuchautor Ben Shattuck seine eigene Kurzgeschichte adaptierte. (Universal)
Kinostart: 26. März 2026
Pillion ♂♂
DomCom (Irland/ Großbritannien 2025)
Als der schüchterne Colin in einer Bar auf den charismatischen Ray trifft, ist es sofort um ihn geschehen. Dass der attraktive Biker ausgerechnet ihn zu seinem neuen Gefährten erwählt, kann er kaum fassen. Ray fordert absolute Unterwerfung, zu der Colin nur allzu gern bereit ist. Er putzt, kocht, kauft ein und schläft anstandslos auf dem Bettvorleger.
Im Gegenzug öffnet ihm Ray die Tür zu einer aufregenden Welt wilder Abenteuer und sexueller Ekstase. Während sich seine Eltern zunehmend Sorgen machen, genießt Colin sein neues Leben in vollen Zügen. Doch langsam erwacht in ihm eine leise Sehnsucht nach etwas, das Ray ihm vielleicht niemals geben kann. (Weltkino Filmverleih)
Kinostart: 5. März 2026
No Mercy ♀, ♀♀
Dokumentation (Deutschland/ Österreich 2025)
Filme zeigen, wie wir leben. NO MERCY geht mitten hinein in die Fragen, die heute brennen: Wo stehen wir wirklich in Sachen Macht, Geschlecht und Freiheit - im Kino wie im Leben?
Für ihre radikale Bestandsaufnahme bringt die Filmemacherin Isa Willinger einige der bedeutendsten Regisseurinnen* unserer Zeit zusammen: Mit Céline Sciamma, Joey Soloway, Monika Treut, Catherine Breillat, Virginie Despentes, Alice Diop, Nina Menkes und Valie Export treten erstmals wegweisende Filmemacherinnen* in einen gemeinsamen, intimen Dialog - über ihre Kunst, ihre Wut, ihre Verletzlichkeit und die Bilder, die unsere Welt prägen. Inspiriert von einer Beobachtung der Regisseurin Kira Muratova, dass Frauen in Wahrheit die härteren Filme machen, sprechen sie über Sex und Gewalt, über Demütigung und Rache, über Trauma und Lust, Zärtlichkeit und Poetik und den viel diskutierten female gaze. (Real Fiction)
Kinostart: 26. Februar 2026
Night Stage ♂♂
Drama (Brasilien 2025)
Am Tag spielen sie ihre Rolle, bei Nacht sind sie ganz sie selbst.
Dem aufstrebenden Schauspieler Matias gefällt es, angeschaut zu werden - sei es auf der Bühne oder nächtlichen Outdoor-Quickies mit dem Politiker Rafael. Letzterer will Bürgermeister von Porto Alegre werden, und beiden liegt viel daran, ihre Beziehung zugunsten ihrer jeweiligen Karriere geheim zu halten.
Trotzdem probieren sie immer wieder aus, wie weit sie bei ihren gemeinsamen Abenteuern gehen können: im Park, im Auto, im Büro oder im Hinterhof. Wohl wissend, dass Rafaels Geldgeber zu allen Mitteln greifen würden, um dieser Affäre ein Ende zu setzen.
NIGHT STAGE von den Teddy-Preisträgern Marcio Reolon und Filipe Matzembacher (Hard Paint, SEASHORE) ist die queere Fassung eines wahnwitzigen Psychothrillers, irgendwo zwischen Brian De Palma und Paul Verhoeven (BENEDETTA).
Gebadet in Neonlicht, mit einem treibenden Soundtrack, perfekt inszenierten Körpern und finsterem Witz, ist ihr dritter Spielfilm ein wilder Ausbruch aus dem Korsett der heteronormativen Alltäglichkeit - und der vielleicht heißeste Film des Jahres! Beim internationalen Filmfestival in Rio war NIGHT STAGE der große Gewinner mit Preisen für das beste Drehbuch, den besten Hauptdarsteller (Gabriel Faryas), die beste Kamera und den besten queeren Film. (Salzgeber)
Kinostart: 29. Januar 2026
Little Trouble Girls ♀♀
Coming-of-Age-Drama (Slowenien/ Serbien/ Kroatien/ Italien 2025)
Die 16-jährige Lucia tritt dem Mädchenchor ihrer katholischen Schule bei. Dort lernt sie die zwei Jahre ältere Ana Maria kennen und schließt Freundschaft mit dem selbstbewußten, beliebten Mädchen.
Als der ganze Chor im Sommer auf ein intensives Probenwochenende nach Italien fährt, kommt es zu Spannungen zwischen den beiden: Die introvertierte, behütet aufgewachsene Lucija verguckt sich in einen attraktiven Bauaurbeiter, mit Hilfe von Ana Maria beginnt sie zugleich ihre Sexualität zu entdecken. Es sind Tage, die nicht nur die noch frische Freundschaft der beiden, sondern auch Lucias Glauben und Werte infrage stellen. (Grandfilm)
Kinostart: 15. Januar 2026
Plainclothes ♂♂ H CO
Melodrama (USA/ Großbritannien 2025)
Ein junger Undercover-Polizist (Tom Blyth) gerät in einen Konflikt zwischen Pflicht und Gefühl, als er sich in eines seiner Ziele (Russell Tovey, AMERICAN HORROR STORY, LOOKING) verliebt. Bei der Suche nach einem verlorenen Brief an Silvester brechen alte Erinnerungen auf. PLAINCLOTHES erzählt eindringlich von Begehren, Identität und Verrat. (Cinemien)
Kinostart: 25. Dezember 2025
Die jüngste Tochter ♀♀ H CO
Drama (Frankreich/ Deutschland 2025)
Die 17-jährige Fatima ist die jüngste von drei Töchtern einer französisch-algerischen Familie in einem Pariser Vorort. Ihr Lieblingssport ist Fußball, in der Schule hängt sie mit den prahlerischsten Jungs ihrer Klasse ab, und sie hat einen heimlichen festen Freund, der bereits ans Heiraten denkt.
Fatima fällt es jedoch zunehmend schwerer zu verbergen, was niemand wissen darf: Ihr Herz schlägt für Frauen. Als sie ein Philosophiestudium in Paris beginnt, eröffnet sich für sie eine völlig neue Welt. Hin- und hergerissen zwischen Familientradition, Glauben und ihrem Wunsch nach Freiheit muss Fatima ihren eigenen Weg finden.
DIE JÜNGSTE TOCHTER ist eine Adaption des gefeierten autofiktionalen Debütromans von Fatima Daas aus dem Jahr 2020 und der dritte Spielfilm der französischen Drehbuchautorin und Regisseurin Hafsia Herzi. Zum großen Teil mit Laiendarsteller:innen besetzt, mit Zärtlichkeit und Fingerspitzengefühl inszeniert, aber ohne Scheu vor Tabubrüchen, gelingt Hafsia Herzi ein Instantklassiker des Queer Cinema in der Tradition von Abdellatif Kechiches BLAU IST EINE WARME FARBE, Céline Sciammas PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN und Barry Jenkins MOONLIGHT. (Alamode Film)
Kinostart: 18. Dezember 2025
Sorry, Baby! ♀♀
Drama (USA/ Spanien/ Frankreich 2025)
Agnes, eine junge Literaturprofessorin in Neuengland, wird nach einem traumatischen Erlebnis aus der Bahn geworfen. Während ihr Umfeld zur Tagesordnung übergeht, kämpft sie mit dem Gefühl, festzustecken. In fünf Kapiteln und über mehrere Jahre hinweg begleitet der Film ihren Weg zurück zu sich selbst – getragen von scharfem Humor und der bedingungslosen Unterstützung ihrer besten Freundin.
In ruhigen Bildern und mit feinem Gespür für Zwischentöne erzählt SORRY, BABY! von der Suche nach Orientierung, wenn das eigene Leben aus den Fugen gerät und von der unermesslichen Kraft von Freundschaft. Ein tröstlicher Film, der lange nachwirkt. (DCM)
Kinostart: 18. Dezember 2025
Herz aus Eis [♀♀]
Fantasy-Drama (Frankreich/ Deutschland/ Italien 2025)
Kälter als Eis, ihr Kuss trifft mitten ins Herz...
Die 1970er Jahre: Getrieben von einer unbestimmten Sehnsucht stößt die 16-jährige Ausreißerin Jeanne (Clara Pacini) in einem verlassen wirkenden Filmstudio auf eine andere Welt. Tagsüber wird hier DIE SCHNEEKÖNIGIN gedreht - und die rätselhafte Hauptdarstellerin Cristina (Marion Cotillard) zieht Jeanne sofort in ihren Bann. Zwischen Bewunderung, Verführung und subtiler Bedrohung entwickelt sich eine intensive Faszination zwischen Jeanne und Cristina, während die Grenzen zwischen Realität und Film, Traum und Leinwand zunehmend verschwimmen. Die wachsende Obsession treibt Jeanne immer tiefer in das Reich der Schneekönigin, das sich auf geheimnisvolle Weise über die Welt zu legen scheint.
Inspiriert von Hans Christian Andersens Märchen DIE SCHNEEKÖNIGIN erzählt die preisgekrönte französische Regisseurin Lucile Hadžihalilović ein Kinoerlebnis voller heißkalter Bilder und dunkler Anziehungskraft. Nach INNOCENCE (2004) besetzt Hadžihalilović erneut Frankreichs Superstar Marion Cotillard in einer vielschichtigen Doppelrolle. Die junge Clara Pacini brilliert in ihrer ersten großen Rolle, flankiert von August Diehl als Cristinas rätselhaftem Begleiter. (Grandfilm)
Kinostart: 11. Dezember 2025
Dreamers ♀♀ H CO
Drama (Großbritannien 2025)
Nachdem sie zwei Jahre illegal im Vereinigten Königreich gelebt hat, wird Isio in das Abschiebezentrum von Hatchworth eingewiesen. Sie hofft, dass ihr Asylantrag schnell bewilligt wird und sie ihr altes Leben wieder aufnehmen kann. Ihre Zimmergenossin Farah hat weniger Vertrauen ins System und schmiedet mit ihren Freundinnen bereits einen Fluchtplan. Zeit vergeht und im Chaos des Zentrums finden die beiden Frauen zueinander. Ein kleines Stück Glück wird immer größer, Hoffnung keimt. Doch dann wird Farahs Asylantrag abgelehnt.
In ihrem Spielfilmdebüt rückt die in Nigeria geborene britische Regisseurin, Autorin und Produzentin Joy Gharoro-Akpojotor das Schicksal zweier Frauen in den Fokus, die gemeinsam der trostlosen Maschinerie des Einwanderungssystems trotzen. DREAMERS verschafft einen komplexen und seltenen Blick in das innere System eines Abschiebezentrums - und stellt ihm den rebellischen Lebensmut der Insassinnen gegenüber. Sie kämpfen für ein besseres Leben, für Sicherheit und füreinander. Immer im festen Glauben an die Freiheit und die Liebe. (Salzgeber)
Kinostart: 04. Dezember 2025
15 Liebesbeweise ♀♀ R
Dramedy (Frankreich 2025)
Paris, 2014. Die Tontechnikerin und DJ Céline erwartet ihr erstes Kind – doch schwanger ist sie nicht. In wenigen Monaten wird ihre Frau Nadia eine Tochter zur Welt bringen. Während Nadia zwischen Übelkeit und Atemnot im zahnärztlichen Notdienst arbeitet, übt Céline das Babyhandling an den Kindern eines Kollegen. Dieses Chaos soll bald ihr Alltag werden?
Trotz der "Ehe für alle" muss Céline dem Staat mit 15 persönlichen Briefen aus dem Freundes- und Familienkreis beweisen, dass sie ihr Kind liebt und ihrer Rolle gewachsen ist. Als Pionierin muss sie ihren Platz vor dem Gesetz und in den Augen der anderen erst erkämpfen – und zugleich Frieden schließen mit ihrer Mutter, die stets ihren eigenen Weg ging.
Eine erfrischend andere Geschichte über das Elternwerden – treibend, urkomisch und brillant gespielt.
Kinostart: 04. Dezember 2025
Der geheimnisvolle Blick des Flamingos ♂♂ A t*
Drama (Frankreich/ Chile/ Deutschland 2025)
1982: Die zwölfjährige Lidia lebt in Flamingos queerer Familie, die eine Bar am Rande einer kleinen Bergbaustadt in der nordchilenischen Wüste betreibt. Als sich eine unbekannte tödliche Krankheit auszubreiten beginnt, entsteht das Gerücht, sie werde schon durch den Blick eines queeren Menschen auf einen anderen Mann übertragen.
Als die Familie beschuldigt wird, der Ursprung der Krankheit zu sein, begibt sich Lidia auf die Suche nach der Wahrheit ...
Kinostart: 27. November 2025
Nationalhymne
Drama (USA 2025)
Dylan (Charlie Plummer), ein zurückhaltender 21-jähriger Bauarbeiter, übernimmt verschiedene Gelegenheitsjobs und kümmert sich gleichzeitig wie ein Vater um seinen kleinen Bruder, um die Familie über die Runden zu bringen. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, auf einer Ranch zu arbeiten, wird er von einer lebendigen Gemeinschaft von Rodeo-Künstlern willkommen geheißen, die offen ihre Identität erkunden. Besonders fühlt er sich zu Sky (Eve Lindley) hingezogen, zu der Dylan eine tiefe Verbindung spürt, während er beginnt, zu sich selbst zu finden.
Drehbuchautor und Regisseur Luke Gilford, der mit diesem Film sein Spielfilmdebüt gibt, inszeniert eine Neuinterpretation der Coming-of-Age-Geschichte vor der atemberaubenden Kulisse des Westens. Mit Nationalhymne gelingt ihm eine mutige und zugleich zeitlose Erzählung über erste Liebe, eine Gemeinschaft, die sich wie Familie anfühlt, und Selbstfindung.
Kinostart: 27. November 2025
Satanische Sau ♂♂
Komödie (Deutschland 2025)
Die Sau bin ich, gespielt von meinem Alter Ego, dem genialen Schauspieler Armin Dallapiccola. Der Film ist ein Traum, eine Parodie, eine Farce meines Lebens. Poetische Assoziationen zu meinem Tod, zu meiner Wiedergeburt. Ich erinnere mich an die 150 Filme meines Lebens, an meine Liebhaber, die ich blind malen muss. Dann stirbt mein Nachbar und hinterlässt einen unendlich traurigen Witwer. Meine Freunde stimmen das Lied "Großer Gott wir loben Dich" an. Meine Mutter, gespielt von Anne Rathsfeld, ist entsetzt und die Stoffaffen und Schweine, die lebendig werden, erzählen von meiner großen Tierliebe. Am Ende sagt uns Katy Karrenbauer die entsetzliche Wahrheit. Wir sind alle satanische Säue. (MISSINGfilms)
Kinostart: 6. November 2025
Peter Hujar's Day ♂♂
Dokudrama (USA/ Deutschland/ Spanien/ Großbritannien 2025)
Ein verrauchter Spätnachmittag im Jahr 1974. Fotograf Peter Hujar, eine der wichtigsten Figuren der New Yorker Szene, erzählt seiner Freundin, Autorin Linda Rosenkrantz, für ein Kunstprojekt von seinen vergangenen 24 Stunden: über das Leben in einer Stadt, in der alle Kunst machen wollen, aber niemand Geld hat; über ein Treffen mit Allen Ginsberg, der ihm Intimitäten mit William S. Burroughs nahelegt; über die schriftstellerischen Vorzüge von Susan Sontag gegenüber Fran Lebowitz; oder auch nur über sein Abendessen. Die beiden sprechen bis in die Nacht, wie es nur Vertraute können: ehrlich, intim, mit leisem Witz und großer Zuneigung.
Aus dem Kunstprojekt von Rosenkrantz ist nie etwas geworden, doch 2019 wurde die Abschrift des Gesprächs in Peter Hujars Archiv entdeckt. Das Transkript erschien später als Buch, nun hat Ira Sachs (KEEP THE LIGHTS ON, PASSAGES) einen Film daraus gemacht: ein intensives und gleichzeitig wundersam leichtfüßiges Kinoerlebnis, das nicht nur den viel zu früh verstorbenen Peter Hujar feiert – sondern auch die Freundschaft, die Kunst und ein New York, von dem heute nur noch Spuren existieren. Ein warmherziger, vielschichtiger Film über die Wunder des künstlerischen Schaffens, kongenial besetzt mit Ben Whishaw und Rebecca Hall.
Kinostart: 30. Oktober 2025
Skinny Love ♀♀
Romantic Comedy (Island 2024)
Die Beziehung zwischen der queeren Erotik-Influencerin Emilý und der Geochemikerin Katinka ist liebevoll, sexy und offen. Und das Beste? Katinka lebt in Polen, weswegen Emilý sich in Island in Ruhe auf ihre wachsenden Follower-Zahlen konzentrieren kann. Doch auch Online-Arbeit hat ihre Tücken: Trolle belästigen Emilý auf den Straßen Reykjaviks, das Geld reicht sowieso nie und getragene Höschen sind NICHT steuerlich absetzbar?! Und dann zieht Katinka auch noch nach Island - mit dem Ziel, ihre Beziehung auf die nächste Stufe zu bringen.
SKINNY LOVE nähert sich den Leidenschaften und Ideen, die die Gen-Z wirklich beschäftigen. Ob Prostitution oder Polyamorie - warum muss man immer alles problematisieren? Regisseur Sigurður Anton Friðþjófsson zeigt lieber, wie finanzieller Druck und die Sehnsucht nach einem authentischen Selbstausdruck die Welt junger Menschen prägen. Ein Film, der Ja sagt zum Leben. Und zur Lust.
Kinostart: 23. Oktober 2025
ParaNorman ♂♂
Fantasy-Animationsfilm (USA/ Großbritannien 2012)
Als die ruhige Stadt Blithe Hollow von Zombies überrannt wird, kann nur der 11-jährige Norman Babcock, der Geister sehen und mit ihnen sprechen kann, das Chaos stoppen. Mit einem jahrhundertealten Hexenfluch, mysteriösen Geistern, gerissenen Hexen und ahnungslosen Erwachsenen werden Normans paranormale Kräfte auf eine noch nie dagewesene Probe gestellt.
Die Kino-Wiederaufführung von PARAnorman ist Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der LAIKA Studios - dem Animationsstudio hinter CORALINE, KUBO und eben PARAnorman.
Die Behörden raten: IN PANIK AUSZUBRECHEN ☺️
Ja, wenn es doch nur so einfach wäre. Die Welt könnte ein Paradies sein, aber wir machen sie zur Hölle. Nichts anderes meint Sartre, wenn er sagt: Die Hölle, das sind die anderen. Die Hölle - das sind die verängstigten Menschen, die jene hassen, die sie nicht verstehen. Im Grunde: jeden anderen. Aber besonders die Freaks, die Außenseiter, die Queeren, die Migranten, die Islamisten, die Ungläubigen, die Christen, die Nazis, die Grünen, die Hippies, die Hexen, die starken Frauen, die schwachen Männer, die Dicken, die Dünnen, die Schwarzen, die Weißen, die Großen, die Kleinen. Jeder hat (s)ein Feindbild.
Wie man es - wie Norman und all die Ghandis - schafft, sein Inneres zu besiegen und denen zu vergeben, die einen hassen, bleibt auch für Zuschauer:innen von PARAnorman ein Geheimnis. Man tut es einfach. Norman wehrt sich nicht gegen seine Peiniger und wünscht sich eigentlich, dass sie sein Leid erfahren, dass sie so leiden wie er. Und doch beschützt er sie davor. Er handelt gegen seine niederen Instinkte. Warum können wir nicht alle wie Norman sein?
QUEERfaktor: 1/10
PARAnorman ist der erste Mainstream-Animationsfilm für ein Familienpublikum, der einen offenen schwulen Charakter zeigt. Der queere Regisseur Chris Butler erklärte, dass er bewusst eine Figur einbauen wollte, die "einfach da ist" - ohne Drama, ohne moralische Lektion, sondern als Teil der "Normalität". Leider greift er dabei auf einen alten (Serien-)Trick zurück und outet seine Figur erst in der letzten Szene.
Normans Schwester schmachtet den ganzen Film über einen durchtrainierten Teenager mit typischem "Jock"-Auftreten an. Mitch ist weder feminin noch sonstwie klischeehaft dargestellt, sondern ein fürsorglicher, loyaler Freund und Bruder. In einem beiläufigen, humorvollen Moment erwähnt er gegenüber Normans Schwester (als diese nach einem Kinodate fragt), dass sie seinen Freund lieben werde – er mag Frauenfilme. Die deutsche Übersetzung ruiniert diesen Twist fast vollständig. Im Original heißt es: "You’re gonna love my boyfriend. He’s like a total chick flick nut."
Es fließen ineinander Traum und Wachen, Wahrheit und Lüge. Sicherheit ist nirgends. Wir wissen nichts von anderen, nichts von uns. Wir spielen immer, wer es weiß, ist klug. [Arthur Schnitzler]
[Trailer]
Kinostart: 16. Oktober 2025
After the Hunt ♀♀ t* nb ♀♀♂
Thrillerdrama (USA/ Italien 2025)
AFTER THE HUNT erzählt die Geschichte der begabten, unverfroren ehrgeizigen Philosophieprofessorin Alma Imhoff (Julia Roberts), die alles auf die Karte setzt, um eine Festanstellung zu erhalten, die ihrer Meinung nach ihrer Arbeit zusteht. Doch als Almas beste Studentin, Maggie (Ayo Edebiri), plötzlich um Hilfe bittet und Anschuldigungen gegen Almas Kollegen und engen Freund Hank Gibson (Andrew Garfield) erhebt, droht dies, Almas eigene, längst vergrabene private Geschichte ans Licht zu bringen.
Maggies Freund:in Alex (Lío Mehiel, MUTT (2025)) steht Maggie emotional und politisch zur Seite. Chloë Sevigny spielt die Studentenbeauftragte der Universität. Dr. Kim Sayers ist eine Freundin der Protagonistin Alma.
[Trailer]

Kinostart: 9. Oktober 2025
Fine Young Men ♂♂ H CO
Thrillerdrama (Mexiko/ Spanien/ Frankreich 2025)
Als der 17-jährige Alf nach einem Jahr an seine streng katholische Eliteschule zurückkehrt, fühlt er sich seinen früheren Freunden entfremdet. Stattdessen nähert er sich Oliver an, einem neuen Schüler, der durch seine Eigenwilligkeit auffällt. Zwischen aufkeimendem Verlangen und innerer Scham gerät Alf zunehmend unter Druck, seiner Rolle in einer Welt zu entsprechen, in der Anderssein keinen Platz hat. Um sein "Image" zu wahren, kehrt er zu seiner alten Clique zurück und lässt sich auf ein riskantes Spiel ein, das in einem folgenschweren Verbrechen gipfelt.
FINE YOUNG MEN ist ein Coming-of-Age-Drama über Gruppenzwang, Selbstverleugnung und das toxische Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Gleichzeitig wirft der Film einen kritischen Blick auf die Fassade einer vermeintlich makellosen Elitewelt.
[Trailer]
Kinostart: 25. September 2025
Drei Kilometer bis zum Ende der Welt ♂♂ H
Thrillerdrama (Rumänien 2024)
Adi ist 17 und verbringt vor dem Beginn seines Studiums einen letzten Sommer in seinem Heimatort - einem kleinen Dorf im Donaudelta Rumäniens, wo die Küsten in der Sonne strahlen und das Schilf im Wind tanzt. Doch eines Nachts wird er bei einem homophoben Angriff brutal zusammengeschlagen. Bestraft werden aber nicht die Täter aus dem Dorf, sondern er selbst: Seine Eltern nehmen Adi das Handy ab, sperren ihn ein und wollen ihm die "Sünde" mit Hilfe des Dorfpriesters austreiben. Das Gewaltverbrechen wird von der lokalen Polizei vertuscht.
Im Coming-of-Age-Thriller DREI KILOMETER BIS ZUM ENDE DER WELT muss ein Teenager den Widerstand von Familie, Kirche und Staatsgewalt überwinden, um endlich frei leben zu können. Regisseur Emanuel Pârvu prangert neben immer noch alltäglicher Homophobie auch staatliche Korruption und religiösen Fanatismus an - und stellt deren zersetzende Kraft der atemberaubend schönen Natur des rumänischen Donaudeltas entgegen. Das Ergebnis ist ein messerscharf inszeniertes Drama und aufwühlendes Filmerlebnis. Beim Filmfestival in Cannes lief der Film im Offiziellen Wettbewerb und wurde mit der Queeren Palme ausgezeichnet.
[Trailer]
Kinostart: 11. September 2025
Honey don't! ♀♀
Krimikomödie (USA 2025)
Sie hat nur zwei Leidenschaften, und eine davon ist Gerechtigkeit! Der fragwürdige Tod eines jungen Mädchens aus Bakersfield erregt den Verdacht der
Kleinstadtprivatdetektivin Honey O’Donahue (Margaret Qualley). Ihre Nachforschungen führen sie zu einer Reihe seltsamer Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer mysteriösen Kirche stehen.
Mit HONEY DON’T! setzt Coen seine queere B-Movie-Trilogie fort, die er mit DRIVE-AWAY DOLLS begonnen hat. Das Drehbuch stammt wie schon beim Vorgänger von Coen und seiner Frau Tricia Cooke, die beide auch produziert haben. Robert Graf sowie das Duo Tim Bevan und Eric Fellner (BRIDGET-JONES-Reihe, THE SUBSTANCE, LAST NIGHT IN SOHO) zeichnen ebenfalls als Produzenten verantwortlich. Seine Weltpremiere feierte HONEY DON’T! bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 im Rahmen der Midnight Screenings.
[Trailer]
LS - Lesben- und Schwulenbewegung, Gay Pride
R - Regenbogenfamilie
E - Ehe für alle
G - Gender
I - Intergeschlechtlichkeit
P - Prostitution
A - Aids
OV - Originalversion
(...) - queere Nebenhandlung
[...] - Subtext
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