Mikita Franko geht in seinem autobiografischen Debüt-Roman DIE LÜGE der Frage nach, was es mit einem Kind macht, in Russland zu Beginn der 1990er Jahre mit zwei Vätern aufzuwachsen und dann selbst die eigene Homosexualität zu entdecken.
Felix Rexhausen porträtiert in seinem bislang unveröffentlichten Roman ZAUNWERK: SZENEN AUS DEM GESTRÄUCH das Leben schwuler Männer in der alten Bundesrepublik der 1960er Jahre, ihrem Leben im Verborgenen, ihren kleinen Freiräumen und großen Sehnsüchten.
James Baldwin porträtiert in seinem berühmten Roman GIOVANNIS ZIMMER die Liebe zweier Männer im Paris der 1950er Jahre. Der eine ist mit einer Frau verlobt und begegnet den neuen Gefühlen mit Angst, der andere bezahlt dafür einen hohen Preis.
Tomasz Jedrowski porträtiert in seinem Debüt-Roman IM WASSER SIND WIR SCHWERELOS die Liebe zweier sehr unterschiedlicher Männer im sozialistischen Polen der 1980er Jahre. Während Ludwik gegen die politische Stagnation aufbegehrt, hat sich Janusz mit dem System arrangiert.
Alexander Osang geht in seinem neuen Roman FAST HELL noch mal den Weg zurück bis zur Wende Deutschlands im Jahr 1989, sogar zurück in die Ostberliner Kindheit und porträtiert für das anstehende Vereinigungs-Jubiläum einen schwulen Freund, den er aus New Yorker Zeiten kennt.
In Johannes Jarchows Debütroman DIE FREMDE IN MIR kommt niemand lebend raus. Und bis zum Final Countdown wird vor allem eins: gelitten bis der Arzt kommt. Wie soll es auch anders sein, wenn man sich jeden Werktag prostituiert. Für Geld. Während Melanie ihren Frust im Schnapps ersäuft, findet Julian seine große Liebe. Beides macht es natürlich schlimmer. Ihre gemeinsame Psychotherapeutin Frau Braak ist genauso ratlos wie sie. Aber am Ende wird alles gut, versprochen, und alle werden von ihren Kopfschmerzen erlöst. Mit Pillen, Flinten und Korn.