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      Queere Musik  

* Queer Pop *  Video der Woche  -  jede Woche queere Töne  
  Wir haben auf unserem YouTube-Kanal eine Playlist von 90 schwul-lesbisch-trans*genialen Musikclips zusammengetragen, unter denen sich neben Queerikonen wie PEACHES, DAVID BOWIE und MADONNA, auch viele kleine, feine Musikprojekte befinden, z. B. SCREAM CLUB, THE SNOOPY LADS, NUCLEAR FAMILY und viele, viele mehr...    
       
   
       
  Was haben Fußball und Hip-Hop gemeinsam? In beiden mĂ€nnerdominierten Szenen gilt "schwul" weiterhin als Schimpfwort Nummer 1. Doch genau wie im Fußball formiert sich auch im deutschen Hip-Hop Widerstand. Immer mehr Rapper beziehen Position und zeigen Homophobie die rote Karte. Überraschend reiht sich hier nun auch BASS SULTAN HENGZT, der mit zwei kĂŒssenden MĂ€nnern auf seinem neuen Albumcover plötzlich im Mittelpunkt einer medialen Debatte stand. Auf seiner Facebookseite hagelte ein Shitstorm auf ihn ein, Fans wendeten sich empört ab. Auf der anderen Seite wird er von Kollegen wie D-Bo und der Presse gefeiert. Hier eine kleine Auswahl von brandaktuellen homophilen Hip-Hop-Musikvideos...  
       
 

Antilopen Gang - Verliebt
 
       
 

Mark Forster - Flash mich
 
       
 
   
       
  TAKE THEM BY SURPRISE  
   
  Nun musste also ‪‎Berlin‬ gegen allen Widerstand sein erstes ‪ElephantMan‬-Konzert ĂŒber sich ergehen lassen und ist damit die erste deutsche Großstadt, die es nicht geschafft hat, genĂŒgend KrĂ€fte zu mobilisieren, um dies zu verhindern. Zwei Medienseiten ist in diesem Zusammenhang der grĂ¶ĂŸte Vorwurf zu machen: 1. queer.de, der grĂ¶ĂŸten deutschen LGBT-Nachrichtenseite, denen nur die Aktion des ‪‎LSVD‬ Berlin-Brandenburg eine Schlagzeile wert war und sich anschließend komplett zurĂŒckhielten. 2. ENOUGH is ENOUGH - OPEN YOUR MOUTH, die zunĂ€chst den Widerstand unterstĂŒtzten, dann aber nach einer RĂŒckmeldung des Veranstalters "Dancehall in Berlin" und eines substanzlosen "Entschuldigungs"-Videos von ElephantMan einknickten und nun gar fragten, wer denn nun alles zum Konzert gehen wĂŒrde. Damit wurde dem Widerstand viel Wind aus den Segeln genommen. Thema gegessen. Kritische Hinweise der User auf die durchschaubare Masche des geschĂ€ftstĂŒchtigen Elephantenmenschen wurden ignoriert. ZurĂŒck zur Tagesordnung.

Und ob Masche oder nicht ist dabei gar nicht so entscheidend. ElephantMan hat zum MORD an Schwulen und Lesben aufgerufen und nicht dazu, Kaugummi zu klauen. Kann man so etwas verzeihen? Vielleicht. Wenn er sich glaubhaft distanziert, worĂŒber sich streiten ließe (oder auch nicht, wenn es stimmt, dass er seine Hass-Songs in Jamaika weiterhin im Repertoire hat). Kann man so jemand auf einer BĂŒhne feiern? Nein!

Aber genau das ist gestern passiert. Und keinen interessierts. Nachbesprechungen, Nachrichten, Schlagzeilen - nada! Ein Non-Event. DarĂŒber könnte man sich vielleicht sogar freuen. ElephantMan in Berlin und niemand merkts. Aber die Botschaft dahinter ist eine andere und im Zusammenhang mit einem allgemeinen ‪LGBT‬-Backlash dĂŒster. Die Grenzlinie zwischen dem, was öffentlichkeitswirksam als homophob bekĂ€mpft wird und dem, wo wir noch ein Auge zudrĂŒcken, verschiebt sich zunehmends. Ob ich denn schon mal was von freier MeinungsĂ€ußerung gehört hĂ€tte, kranker Hipster, beschimpft mich jemand per fb-Nachricht, als Reaktion auf den offenen Brief ans Bohannon, der den Verantwortlichen keine Antwort wert war. "Queers must be killed - take them by surprise". Es beginnt immer schleichend. Unsere Aufmerksamkeit gilt Nackt-Selfies und den Oscars von letzter Nacht. Der Oscar fĂŒr den besten Film geht an BIRDMAND und nicht an THE IMITATION GAME. Und viel mehr ist gestern auch nicht passiert...

Update: Feedback von ENOUGH
Mitnichten sind wir weder durch die E-Mail des Veranstalters Dancehall in Berlin noch vor dessen mitgeschicktem Entschuldigungsvideo "eingeknickt". Vielmehr haben wir den Facebook-Post von QUEERmdb geteilt, zum Melden der VA aufgerufen und am darauffolgenden Tag eine E-Mail des Veranstalters veröffentlicht, der sich zu erklÀren versuchte.

Wir von ENOUGH is ENOUGH - OPEN YOUR MOUTH haben dies kritisch beobachtet und darauf hingewiesen, dass die mitgesandten AuszĂŒge aus Wikipedia unvollstĂ€ndig waren.

Vielmehr haben wir sie noch durch weitere Fakten ergĂ€nzt und zynisch darunter kommentiert: "Na dann... ist ja alles wieder gut! Wir wollen nun von Euch wissen: Wer geht am Sonntag zum Konzert in Berlin? Und was denkt ihr ĂŒber den "Elephant Man"? Hat er seine Fehler eingesehen und sich positiv verĂ€ndert?" [Zitat Ende]

Damit haben wir zu weiteren Kommentaren angeregt, verfolgten außerdem den Gedanken, dass uns unsere Follower ĂŒber das Konzert berichten, sofern sie vor Ort wĂ€ren. Des Weiteren haben wir uns ĂŒber die örtlichen Auflagen wĂ€hrend des Konzerts informiert und bleiben bei unserer Darstellung: Homophobe KĂŒnstler - Entschuldigung hin oder her - haben bei uns nichts verloren.
   
       
 
   
       
  Elephant Man verhindern | Kein Platz fĂŒr Homophobe    
       
  Keine BĂŒhne fĂŒr Menschenhass!

In anderen StĂ€dten (MĂŒnchen, Aachen, Frankfurt) wurden die Konzerte des homophoben Dancehall-SĂ€ngers Elephant Man verhindert. In Berlin hat der LSVD den PolizeiprĂ€sidenten darĂŒber informiert, dass Elephant Man in mehreren seiner Songs zum Mord an Schwulen und Lesben aufruft. Bislang erfolgte keine Konsequenz. Das Konzert findet statt - am Sonntag (22. Februar 2015) im Bi Nuu (Location wurde inzwischen gewechselt; Ersatzlocation Bohannon). Das können wir nicht zulassen!

Bitte erhebt eure Stimme und
1. meldet die Veranstaltung (oben rechts bei den drei Punkten) wegen Hassreden (im nÀchsten Fenster kommt: wegen sexueller Orientierung, nÀchstes Fenster: Facebook melden!)
--> https://www.facebook.com/events/640245576081205
Update: Alle kritischen Kommentare wurden gelöscht; Kommentarfunkion zeitweise abgeschaltet

2. Postet Kommentare und kontaktiert
- den Veranstalter
--> https://www.facebook.com/pages/Dancehall-in-Berlin/160599583965904
Update: Alle kritschen Kommentare wurden gelöscht, Kommentarfunktion abgeschaltet

- die Location
--> https://www.facebook.com/pages/Bohannon-Soul-Club/132195086835202 (kaum benutzte fb-Seite)
--> https://www.facebook.com/bohannon.de (privater fb-Account)
--> https://www.bohannon.de/forms/KONTAKT

 
- ElephantMan
--> https://www.facebook.com/ElephantMan.EnergyGod

 
   
 
   
       
       
 

Directors Cut - Kontaktanzeige
 
       
       
 

Die Fantastischen Vier - Single
 
       
       
 

Kazaky - Love
 
       
  Die ukrainische Elektro-Boyband KAZAKY ist bekannt fĂŒr ihre queeren, homoerotischen Inszenierungen. Die Jungs tanzen auf High Heels und haben meist darĂŒber hinaus kaum was anderes an. In den ehemaligen Sowjetrepubliken sorgen sie damit regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Eklats.  Vor wenigen Tagen verbarrikadierte ein homophober Mob aus knapp 300 zumeist jungen Menschen in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek den Eingang zum Club GUNS'N'ROSES und verhinderte so, dass KAZAKY dort wie geplant auftreten konnten. Auch von staatlicher Seite bekommen die Verteidiger von Moral, Anstand, Familie und Kleingeist RĂŒckendeckung. Kirgistan bereitet ein Gesetz gegen Homopropaganda nach russischem Vorbild vor. Nastrovje!
 
   
 
   
       
  Den diesjĂ€hrigen Coming Out Day wollen wir zum Anlass nehmen, eine ganze Batterie von queeren Musikvideos unterzubringen, die wir hier schon lange vorstellen wollten. Eines davon ist ganz aktuell, nĂ€mlich das neue Video von TOKIO HOTEL, mit dem die Kaulitz-Zwillinge in Sound, Überschrift, Lyrics und Bild im queeren Pop angekommen sind und die der öffentlichen Diskussion um die sexuelle Orientierung des SĂ€ngers neues Futter gibt. Der Musikexpress schreibt dazu: "Man kann vom neuen Sound der dem Teenie-Alter entwachsenen Band TOKIO HOTEL halten, was man mag. Zu einem so offenen Umgang mit den (mutmaßlich) eigenen sexuellen Vorlieben gehört dann leider doch noch immer etwas Mut - selbst wenn es der Vermarktung des eigenen Comebacks dient." Das dazugehörige Album KINGS OF SUBURBIA wurde letzten Freitag (3. Oktober) veröffentlicht, die Chartplatzierung ist ĂŒberraschend schwach, die Kritiken sind wie immer sehr polarisiert, der Kampf der Hater gegen Fans wurde zumindest auf amazon von den Fans haushoch gewonnen (Vier Sterne Gesamtwertung).

Es folgen die wohl originĂ€rste und queerste Version von Georges Bizets "L'amour Est Un Oiseau Rebelle" (Habanera aus Carmen) seit Erfindung der Digitalkamera, die momentan angesagteste Dragqueen-Band Amerikas und einemR ausrangierteN American Idol und Drag Racer mit LiebesgrĂŒĂŸen nach Moskau. 
 
 
 

Tokio Hotel - Love Who Loves You Back
 
       
 

August Schram - Habanera (Carmen)
 
       
 

Courtney Act, Alaska 5k + Willam #AAAgirls - Am Apparel Ad Girls
 
       
 

Courtney Act - To Russia With Love
 
 
   
       
 

Marcus Wiebusch - Der Tag wird kommen

 
 
Das Crowdfunding war erfolgreich und hat sich gelohnt. Ex-Kettcar-SĂ€nger-Jetzt-Solist Markus Wiebusch hat seine Homo-Fußball-Hymne mit einem Kurzfilm bebildern lassen und das Resultat kann sich mehr als sehen lassen. NatĂŒrlich sind die homophoben Vollidioten, dummen HĂ€nger und Bibelzitierer mit Hass im Herzen fleißig dabei, Gegenwind bei YouTube (130 Thumbsdown) und anderen Foren zu verbreiten. Sie werden es nicht aufhalten können. Der Tag wird kommen!
 
   
 
   
       
       
 
Asa - Dead Again
 
 
So schnell kann es gehen. Als die französisch-nigerianische SĂ€ngerin Asa 2008 mit ihrem DebĂŒtalbum BerĂŒhmheit erlangt, bezeichnet die nigerianische Presse sie als lesbisch, was in ihrer Heimat ein großes Stigma ist. Sie reagiert mit einer Verleumdungsklage, doch den lesbischen Stempel wird sie nicht mehr los. In diesen Tagen erscheint Asas drittes Studioalbum BED OF STONE, welches auf diversen LGBT-Portalen zurecht gefeiert wird, wenn auch aus den falschen Motiven ...
 
   
 
   
       
       
 

Peter Plate & Ulf Leo Sommer: Die Liebe kennt mich nicht
 
 
Die Rosenstolz-Masterminds Peter Plate und Uwe Leo Sommer haben am 16. August sicher mehr als nur die Korken knallen lassen. Ihr Musical ROMEO & JULIA feierte eine sehr erfolgreiche Premiere in Kiel. Das dazugehörige Album mit 15 rosenstolztypischen Songs ĂŒber Leben, Liebe und Tod verkauft sich im Angesicht der unbeliebten Musical-Sparte recht gut. Neben den bezaubernden Hauptdarstellern und Gesichtsakrobaten Fabian Buch und Maxine Kazis,  trĂ€llern sich weitere hochkarĂ€tige KĂŒnstler die Seele aus dem Leib - Katharina Thalbach, Ruth Rosenfeld, Sebastian RĂ€tzel (The Baseballs)  und Chansonette Tim Fischer. Warum AnNa R. nicht ans Mikro durfte - wir wissen es nicht.
 
   
 
   
       
       
 
Elektra: I don't do boys
 
   
Lesbische Musikvideos sind innerhalb des Queer Pops eine echte RaritĂ€t. Und bei den wenigen, die es gibt, sind die meisten doch eher pseudolesbische PR-Aktionen, man denke nur an t.A.t.u. oder das strike-a-pose Rumgeknutsche von Madonna und Britney und Christina Ache Aguilera. Die MĂ€dels von ELEKTRA bilden hier eine zwar unbekannte, aber rĂŒhmliche Ausnahme. Alle Musikerinnen sind lesbisch und zeigen es auch. Man mag von ihrem Musikvideo I DON'T DO BOYS halten, was man möchte, es ist zumindest authentisch.

Bei vimeo hat sich eine die MĂŒhe gemacht, das ganze mit Kuschel- und Knutschszenen aus diversen Lezmovies zu unterlegen. Unter anderem sieht man die MĂ€dels aus
LOVING ANNABELLE, I CAN'T THINK STRAIGHT, BETTER THAN CHOCOLATE und WHEN NIGHT IS FALLING wieder. Das komplette Video gibt es hier.

Fallen dir noch lesbische Musikvideos ein, die hier nicht fehlen dĂŒrfen? Leave a message after the beep! ...
 
   
 
   
       
 
Trailer: Peaches does herselft
 
       
  Die kanadische Musikerin und Performerin Merrill Beth Nisker aka PEACHES gilt als Wegbereiterin der Electroclash-Bewegung und Kultfigur in der LGBT-Szene. In ihren expliziten Texten setzt sich die in Berlin lebende KĂŒnstlerin seit Jahren mit Themen wie Gender, SexualitĂ€t, Körperidealen und der Abkehr von traditionellen Geschlechterrollen auseinander, was sich auch in ihren freizĂŒgigen BĂŒhnenshows widerspiegelt.

2010 brachte PEACHES ihr Anti-Jukebox-Musical PEACHES DOES HERSELF auf die BĂŒhne des alternativen Berliner HAU Theaters. Aus dem Material von 10 Live-AuffĂŒhrungen wurde ein Film produziert, der auf dem Toronto International Film Festival seine Premiere feierte. UnterstĂŒtzt von einem Team aus ĂŒber 40 TĂ€nzern und SĂ€ngern, darunter der transsexuelle Pornostar Danni Daniels und Stripper-Ikone Sandy Kane, schildert PEACHES die semi-autobiographische Emanzipation ihrer Hauptfigur. Entstanden ist eine fulminante Rock-Oper, die den Zuschauer in die grelle und extravagante Welt von PEACHES entfĂŒhrt. (Capelight)
 
   
 
   
       
       
 
Malediva: Traurig kommt ĂŒber Nacht
 
       
  Wem du's heute kannst besorgen, den verschiebe nicht auf Morgen. Man weiß es besser und handelt nicht danach. Seit Monaten wollte ich ein Malediva-Musikvideo posten. Nun sind, spielen, singen sie nicht mehr, sie waren, sie spielten, sie sangen, Malediva haben ihr Ende bekannt gegeben. Tetta MĂŒller sei erkrankt, heißt es, und wenn man in die Texte richtig reingehört hat, weiß man, dass das nicht ĂŒber Nacht kam, sondern eine lange Vorgeschichte hat.

Das Chanson-Trio war das New Wave Queer Cinema der Musik. Trans*, schwul und emanzipiert. Das Queere war hier (genau wie jene Schwere, die jetzt zum Ende gefĂŒhrt hat) ein selbstverstĂ€ndlicher Teil des Ganzen, weder bedeutungsschwer noch clowneske Unterhaltungseinlage noch problematisierendes Drama - auf der BĂŒhne stehen, Verzeihung!, standen zwei MĂ€nner (in der Anfangszeit gar mit trans- bzw. intersexuellem Anstrich), die sind ein Paar und das ist eben so. Nichts besonderes halt und dann wieder doch, denn vor oder neben ihnen gab und gibt es das auf keiner deutschen KleinkunstbĂŒhne. Dort wo Malediva einst standen, ist jetzt ein Loch in der Welt.
 
   
 
   
       
       
 
Jennifer Rostock: Ein Schmerz und eine Kehle
   
       
  Es ist schon erstaunlich, wie wenig Resonanz doch aus der Musikszene zur homophoben Entwicklung in Russland kommt. Eine rĂŒhmliche Ausnahme bilden da Jennifer Rostock, die mit krassem Stilbruch und aufregendem Musikvideo ihrer Wut Luft machen. Leider bleibt es in den Lyrics bei AllgemeinsĂ€tzen und das queere Statement rein visuell. Aber das ist immer noch besser als stille Ratlosigkeit, die sich ansonsten in der Welt breit macht. Danke!

Mitte Januar erscheint das neue Album "Schlaflos", das von einer großen Tour durch Deutschland und Österreich begleitet wird.
 
   
 
   
       
       
 
Sigur RĂłs:   ViĂ”rar Vel Til LoftĂĄrasa
 
       
  1999 veröffentlichen Sigur RĂłs ihr zweites Album ÁgĂŠtis byrjun, was "Ein guter Anfang" bedeutet. Kurz darauf tritt Wladimir Putin als russischer PrĂ€sident die Nachfolge von Boris Jelzin an und ist noch zwei Jahrzehnte davon entfernt, das Sprechen ĂŒber HomosexualitĂ€t gesetzlich zu verbieten. Ganz und gar kein guter Anfang.

Island in den 1950er Jahren. Eine Zeit, in der VĂ€ter ihre Söhne noch offen dafĂŒr verachten, wenn sie mit Puppen spielen. Ab auf den Fußballplatz!

ViĂ°rar vel til loftĂĄrĂĄsa - Heute ist gutes Wetter fĂŒr einen Luftangriff.

Ein Fußballspiel, ein Tor, ein Kuss.
 
   
 
   
   
  
   
 
Money, Success, Fame, Glamour (Remix) - Felix da Housecat vs. Pop Tarts
 
       
  Auch ein Kinderstar wird alt. 33 Jahre genauer gesagt. Happy Birthday! Macaulay Culkin ist lĂ€ngst nicht mehr Kevin allein zu Haus. Mit 14 hing er die Schauspielerei an den Nagel, um danach, klassisch, eine Drogenkarriere hinzulegen. 2003 meldete er sich, konsequent, als New Yorker Club Kid auf der großen Leinwand zurĂŒck.

PARTY MONSTER erzÀhlt die Geschichte von Michael Alig und James St. James, zwei schwule Ikonen einer Underground-Clubszene, in der das Queere Teil des SelbstverstÀndnisses war. In ihrer Glanzzeit, Anfang der Neunziger, gehörte ihnen ein Plattenlabel, eine Zeitung und ein angesagter Club. Im THE LIMELIGHT (New York City) organisierten sie diverse Partyreihen, unter anderem das legendÀre DISCO 2000.
 
   
 
   
   
  
   
 
P!NK - Dear Mr. President
 
       
  Die George Bushs sind Geschichte. In den USA feiert die Equal Marriage Bewegung große Erfolge, an deren Spitze sich Promis wie BeyoncĂ©, Madonna und Pink fĂŒr die Homo-Ehe einsetzten. Doch nun tun sich in Russland erschreckende AbgrĂŒnde auf. Dear Mr. President... #putinmyass


 
   
 
Scream Club -- Toi et Moi
 
       
  2002 in Olympia/Washington als Spass-Projekt gegrĂŒndet, riefen Sarah Adorable und Cindy Wonderful in zehn Jahren Bandgeschichte eininternationales Netzwerk aus KĂŒnstlerInnen und MusikerInnen ins Leben.

Sie tourten durch die USA und Europa, schufen dabei gemeinsame Videos und Songs, grĂŒndeten ein Plattenlabel und betrieben den Berliner Undergroundclub FabLab in Kreuzberg.

Im Kino lÀuft zurzeit eine Dokumentation von Julia Ostertag, die den Beiden in AND YOU BELONG auf der Spur ist.
   
   
  
   
 
Mia. -- Die Frau
 
       
  Dass der lesbische Song bloß als Gimmick auf der Deluxe-Version veröffentlicht wurde, hat leider einen schalen PR-Beigeschmack. Denn musikalisch als auch textlich ist DIE FRAU das Highlight von TACHELES und der einzige Song, der dem Albumtitel gerecht wird.

*LYRICS*
Es ist sechs Tage her, da traf ich diese Frau.
Ihre Tricks waren verblĂŒffend, sie faszinierte mich sehr.
Sie nahm mich bei der Hand, ging mit mir bis zum Rand,
ließ mich gehen und verschwand und ich wollt hinter ihr her.

Seit dieser Nacht, glaub mir, seit dieser Nacht
seh ich mir Mann und Frau, Frau und Mann
mit ganz anderen Augen an.

So nah, wie Sie, kam mir noch keine Frau.
Sie zog mich an und zwang mich zu tun, was ich mich sonst nicht trau.
So nah wir ihr, kam ich noch keiner Frau.
So lang es schmeckt, ob Mann, ob Frau, will ich mich alles trau'n.

Das nĂ€chste, dass ich weiß, sie steht vor meiner TĂŒr,
holt mich ab, nimmt mich mit und zeigt mir, wo es ihr gefÀllt.
Wir tasten uns voran, ich lerne schnell und fang an zu verstehen
und verlang, was uns beiden gefÀllt.

Seit dieser Nacht, glaub mir, seit dieser Nacht
seh ich mir Mann und Frau, Frau und Mann
ganz anders nachgedacht.

So nah, wie Sie, kam mir noch keine Frau.
Sie zog mich an sich und zwang mich zu tun, was ich mich sonst nicht trau.
So nah wir Ihr, kam ich noch keiner Frau.
Im Bett, Duett mit Mann und Frau, will ich mich alles trau'n (alles!).
   
   
  
   
 
David Bowie -- Where Are We Now?
  Download
       
  Das neue Album von David Bowie THE NEXT DAY ist sicherlich eines der großen musikalischen Highlights des noch jungen Jahres. Die Vorabsingle WHERE ARE WE NOW? ist gleichzeitig der schönste Song auf THE NEXT DAY und eine LiebeserklĂ€rung an Berlin.
Das Musikvideo zur zweiten Single THE STARS (ARE OUT TONIGHT) ist eine LiebeserklĂ€rung an die queere Indiepopkultur. Über Tumblr ließ Bowie als "Tilda Stardust" verlautbaren, dass der Film jenen GerĂŒchten gewidmet sei, nach denen Tilda Swinton und er ein und dieselbe Person seien. Zu sehen sind neben den beiden Saskia de Brauw und Andrej PejĂ­c, *die* Gesichter der androgynen Modelszene.
Wenn er im Video dazu mit Tilda Swinton Ehealltag spielt, wirkt das wie ein nĂŒchternes Nachspiel der Zeiten als androgynes Glamourpaar mit seiner ersten Frau Angela, die er 1970 mit „The Prettiest Star“ umworben und fortan so genannt hatte. Immerhin war es die kosmopolitische Amerikanerin, die ihn zu seinem protoqueeren, homo-, bi-, crossdress- und aliensexualisierten SelbstermĂ€chtigungsprogramm angestachelt hatte, der Mainstream-VerlĂ€ngerung von Warhols Idee vom Außenseiter als heroischer Superstar fĂŒr einen Tag. (Markus Schneider, Berliner Zeitung)
  David Bowie
       
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Bis zum Start der Queeren Musik Datenbank im Herbst 2013 gibt es jede Woche Neues & Altes auf die Ohren.

tatu

Den Anfang machen die Teilzeitlesben von t.A.T.u, denen 2006 die Ehre zuteil wurde, von einer kalifornischen HipHop-Combo gecovert zu werden. Flipsyde ĂŒbernahmen den Klavierpart als Loop und bastelten aus Katinas und Wolkowas Gesang in "Gomenasai" (Japanisch fĂŒr Entschuldigung, wie wir spĂ€testens seit Madonnas "Sorry" alle wissen) einen schlichten, sehr eingĂ€ngigen Refrain. Der Track heißt Happy Birthday, ist ein poppig-melancholischer Downtempo-HipHop-Song und kann sich wirklich hören lassen, oder? Wir es!

 

 
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